Der afghanische Präsident gibt zu, dass seine Wiederwahl nicht mit rechten Dingen zugegangen ist - doch die Schuld sucht er bei anderen. Kurzmeldungen im Überblick.
Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat das Ausland für den Betrug bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht. "Kein Zweifel, es gab einen sehr weit verbreiteten Betrug", sagte Karsai, dessen Anhänger selbst der Fälschung beschuldigt werden, bei einem Treffen mit Mitarbeitern der Wahlbehörde.
Lastet den Wahlbetrug bei den Präsidentschaftswahlen dem Ausland an: der amtierende afghanische Präsident Hamid Karsai. (© Foto: Getty Images)
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Der Präsident bestritt aber, dass die Fälschungen von seinen Landsleuten begangen wurden - "die Ausländer haben diesen Betrug verübt". Karsai beschuldigte insbesondere den früheren stellvertretenden UN-Missionschef in Afghanistan, Peter Galbraith, und den Chef der EU-Wahlbeobachtermission, Philippe Morillon, der Wahlfälschung.
Der frühere US-Diplomat Galbraith hatte Karsai nach der ersten Runde der Präsidentenwahl vorgeworfen, knapp ein Drittel seiner Stimmen seien gefälscht gewesen und der UN-Missionschef Kai Eide habe das Ausmaß des Betrugs verschleiern wollen. Galbraith hatte nach diesen Vorwürfen seinen Posten verloren.
Die erste Runde der Präsidentschaftswahl im August war von Fälschungen vor allem zugunsten Karsais überschattet worden. Die für November geplante Stichwahl entfiel jedoch, nachdem Karsais Gegner Abdullah Abdullah seine Kandidatur zurückgezogen hatte.
Nicolas Sarkozy im Umfragetief, China ist im Atomstreit möglicherweise nun doch zu härteren Sanktionen gegen Iran bereit und SPD-Chef Gabriel legt den Atomausstieg als Koalitionsvoraussetzung für die NRW-Wahl fest: Lesen Sie auf den nächsten Seiten weitere Kurzmeldungen.
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Wenigstens hat die Marionette der Besatzer gewartet bis er die Sache als Aprilscherz verkaufen konnte. Als die Wahlurnen auf Armmeefahrzeuge geladen wurden war doch klar, dass Tage später ein Ergebnis rausgezählt wurde, das in den Kram der beteiligten Nato-Staaten passte. So einfach wie der kleine Max im Westen sich die "Verbreitung der Demokratie" vorstellt ist sie nicht. Man muss überall nachhelfen, um den Schein zu wahren. Maliki im Irak findet auch, dass unter amerikanischer Aufsicht nichts Vernünftiges rausgekommen ist.