Politik kompakt Israels Armeeführung räumt Fehler ein

Mindestens 20 Tote und zahlreiche Verletzte - das ist die traurige Bilanz der palästinensischen Massenproteste vom Sonntag. Nun will die israelische Armee ihren Einsatz an den Landesgrenzen untersuchen.

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Israels Armeeführung hat nach den palästinensischen Massenprotesten an den Landesgrenzen mit mehr als 20 Toten und Dutzenden Verletzten am Sonntag Fehler eingeräumt. Der israelische Rundfunk meldete, Generalstabschef Benny Ganz habe die Vorfälle an der Grenze zwischen Syrien und den von Israel besetzten Golanhöhen als "nicht gut" eingestuft. Er habe die zuständigen Truppen angewiesen, eine Untersuchung des Vorgehens am Nakba-Tag einzuleiten. Die Palästinenser erinnern am Tag der Nakba (Katastrophe) an die Flucht und Vertreibung Hunderttausender nach der israelischen Staatsgründung von 1948.

Unterdessen legte die israelische Regierung bei den Vereinten Nationen Beschwerde gegen Syrien und den Libanon ein. Die beiden Nachbarländer seien verantwortlich für die Grenzverletzungen durch palästinensische Demonstranten und hätten damit gegen internationale Verträge und UN-Resolutionen verstoßen, erklärte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums. Die Blockade des Westjordanlands, das Israel am Sonntag vorsorglich abgeriegelt hatte, wurde nach Armeeangaben am Montag um weitere 24 Stunden verlängert.

(dpa/AFP)

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