Erstmals gibt Neu Delhi Pakistan die Schuld an den Mumbai-Anschlägen, China zufolge soll kein Land uigurische Häftlinge aus Guantanamo aufnehmen.
Indien hat erstmals direkt dem pakistanischen Geheimdienst eine Verwicklung in die Anschläge von Mumbai vorgeworfen. "Die Täter planten, trainierten und starteten ihren Angriff von Pakistan aus, und die Organisatoren waren und sind Klienten und Schöpfungen des (Militärgeheimdienstes) ISI", sagte der indische Außenminister Shivshankar Menon auf einer Veranstaltung in Paris. Die Beziehungen zwischen den beiden Atommächten sind seit den Anschlägen vom November, bei denen 179 Menschen getötet wurden, angespannt. Indien hat den Dialog mit der Regierung in Islamabad ausgesetzt.
Das Taj Mahal-Hotel in Mumbai nach den Anschlägen: Erstmals beschuldigt Indien den pakistanischen Geheimdienst. (© Foto: dpa)
Anzeige
Menon warf Pakistan in seiner Rede vor, Ausflüchte bei der Untersuchung der Angriffe zu suchen. Die Regierung in Neu-Delhi beschuldigt die in Pakistan ansässige Islamisten-Gruppe Lashkar-e-Taiba (Let), den Sturmlauf durch die Finanzmetropole Mumbai ausgeführt zu haben. Dabei müsse sie Unterstützung von pakistanischen Geheimdienststellen erhalten haben, hatte Indien mehrmals erklärt ohne jedoch den ISI namentlich zu nennen. Pakistan hat jegliche Verstrickung staatlicher Stellen in die Anschläge zurückgewiesen und erklärt, ein von Indien übermitteltes Dossier mit Informationen zu prüfen. Das Dossier enthält nach indischen Angaben ein Geständnis des einzigen überlebenden Attentäters, Aufzeichnungen von Telefongesprächen zwischen den Angreifern und ihren Komplizen in Pakistan sowie eine Liste von in Pakistan hergestellten Waffen, die bei den Anschlägen verwendet worden seien.
__________________________________________________________________
Ukrainische Opposition scheitert knapp mit Absetzung Timoschenkos
In der krisengeschüttelten Ukraine ist die Opposition mit einem Misstrauensantrag gegen Regierungschefin Julia Timoschenko knapp gescheitert. Die Partei der Regionen erhielt im Parlament nur 203 der nötigen 226 Stimmen für eine Absetzung der Regierung, wie Medien in Kiew berichteten. Dabei sprachen auch zahlreiche Abgeordnete der Koalition Timoschenko das Misstrauen aus. Insgesamt waren es deutlich mehr Parlamentarier als beim ersten Misstrauensantrag vom Juli vorigen Jahres, als nur 174 der 450 Abgeordneten gegen die Regierung votiert hatten. Die Ukraine ist wegen der Finanzkrise und Timoschenkos Rivalitäten mit Präsident Viktor Juschtschenko seit Monaten innenpolitisch gelähmt.
__________________________________________________________________
Israelischer Botschafter in Schweden mit Schuh beworfen
Nach George W. Bush und Wen Jiabao ist nun auch der israelische Botschafter in Schweden zum Ziel eines Schuhwurfs geworden. Der Zwischenfall ereignete sich am Mittwochabend an der Universität von Stockholm, wie die Organisatoren mitteilten. Ob Botschafter Benjamin Dagan von dem Schuh getroffen wurde, war zunächst nicht bekannt. Einem Radiobericht zufolge schleuderte ein zweiter Teilnehmer der Diskussionsveranstaltung ein Buch in Dagans Richtung. Er sei ebenso wie der Schuhwerfer festgenommen worden. Im Dezember war der damalige US-Präsident Bush während einer Pressekonferenz in Bagdad mit einem Schuh beworfen worden. Ein ähnlicher Zwischenfall ereignete sich am Montag während einer Rede des chinesischen Ministerpräsidenten Wen in Cambridge.
__________________________________________________________________
China warnt andere Staaten vor Aufnahme von Uiguren
China hat andere Staaten davor gewarnt, Uiguren aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo aufzunehmen. Die Regierung in Peking erwarte, dass sich alle Seiten an internationale Gesetze und Prinzipien hielten, sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. "Wie wir bereits klar gemacht haben: Wir sind sehr dagegen, dass irgendein Land diese Leute aufnimmt." Am Mittwoch hatte die kanadische Regierung einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach das Land bereit sei, drei der 17 Uiguren aufzunehmen. Obwohl die Männer von den USA nicht länger als sogenannte "feindliche Kämpfer" eingestuft werden, sind sie noch immer in Guantanamo untergebracht, da sich kein Land bereit erklärt hat, die den Männer muslimischen Glaubens aufzunehmen. Nach Angaben der Regierung in Washington droht ihnen in China die Verfolgung. Auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern wird über die mögliche Aufnahme von Guantanamo-Insassen gestritten.
__________________________________________________________________
Simbabwe: Erfolgreiche Verhandlungen über Machtteilung
Nach neuen Verhandlungen wollen Regierung und Opposition in Simbabwe wie geplant die Macht teilen. Das erklärten Politiker beider Seiten in Harare. Das Parlament wollte noch heute eine Verfassungsänderung verabschieden, mit der das Amt eines Ministerpräsidenten geschaffen werden soll. Den Posten soll Oppositionsführer Morgan Tsvangirai von der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) übernehmen. Die Opposition hatte zu Beginn der Woche beklagt, die Partei von Präsident Robert Mugabe behindere die vereinbarte Teilung der Macht. Daraufhin kamen Unterhändler beider Seiten am Mittwoch zu neuen Verhandlungen in Südafrika zusammen. Bei ihrer Rückkehr erklärten sie, die Verfassungsänderung könne verabschiedet werden. Das neue Kabinett soll in der kommenden Woche vereidigt werden.
__________________________________________________________________
Israelische Soldaten erschießen Palästinenser im Westjordanland
Die israelische Armee hat nach offiziellen Angaben im Westjordanland einen militanten Palästinenser erschossen. Der Mann gehöre der islamistischen Dschihad-Gruppe an und werde verdächtigt, in Angriffe auf Israelis verwickelt gewesen zu sein, sagte ein israelischer Militärsprecher. In palästinensischen Kreisen hieß es, der Mann sei 23 Jahre alt und stamme aus einem Dorf in der Nähe von Dschenin. Israel greift in dem seit 1967 besetzten Westjordanland regelmäßig Verstecke von mutmaßlicher Extremisten an.
__________________________________________________________________
Schwerstes Attentat im Irak seit Wochen
Ein Selbstmordattentäter hat im Nordosten des Iraks nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen mit in den Tod gerissen. 15 weitere Menschen seien bei dem Anschlag in der Provinz Dijala verletzt worden, teilte die Polizei mit. Es handelte sich um das seit Wochen schwerste Attentat im Land. Der Anschlag wurde nur wenige Tage nach den weitgehend friedlich verlaufenen Kommunalwahlen verübt. Deren Ergebnisse sollten am Donnerstag veröffentlicht werden.
Auf der nächsten Seite von Politik kompakt lesen Sie, warum die UN die Hamas scharf kritisieren - und wie Peter Ramsauer die Lage der Berliner Koalition beurteilt.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
- Thema
- Politik kompakt RSS
- Anschläge von Mumbai Pakistan nimmt 124 Terrorverdächtige fest 15.01.2009
- Islamabad bestätigt Mumbai-Attentäter kam aus Pakistan 08.01.2009
- Anschläge von Mumbai Indien bezichtigt Pakistan des Terrors 07.01.2009
- Krise in der Ukraine Juschtschenko löst Parlament auf 08.10.2008
- Angriff auf Bush Schuhwerfer will Asyl in der Schweiz beantragen 19.01.2009
- Politik kompakt RAF-Mitglied Hogefeld bleibt in Haft 18.05.2010
- Politik kompakt Bundeswehr in Afghanistan angegriffen 16.05.2010
Bundespräsident Gauck
Na ja, wenn ich da was in dem Kommentar weg lasse und dort was hinzufüge, so passt das wieder.
@ElCommandante
Die arabische Seite hatte niemals ohne Vorbedingungen Friedensverhandlungen führen wollen. Und wenn, dann kam aus irgendeiner Ecke eine andere Organisation mit ein paar Bomben um die Ecke um einen abschließenden Frieden zu verhindern. Da nutzen keine Un- Beschlüsse.
@BeoBachter4
Wollten Sie mir jetzt damit sagen, dass die J:u:den im Warchauer Ghetto die Möglichkeit einer Verhandlung hatten? Offensichtlich waren Sie bei dem Fach Geschichte im Bastelkurs verschwunden.
Um es mal klar und deutlich zu sagen, Israel bräuchte die Palästinenser, jedoch nicht als Selbstmordattentäter, sondern als emanzipierte Bürger. Mir wäre auch nicht wohl zu Mute, wenn mein Nachbar andauernd mit Sprengstoff hantieren würde.
Aber scheint ja im Moment schick zu sein auf Israel rum zuhacken. Als jeden Tag ein Palästinenser sich in die Luft sprengte und Menschen ins jenseits beförderte, wen interessierte das. Und als herauskam, das diese Selbstmordattentäter sogar bezahlt wurden, uninteressant. Als heraus kam, das Hamas, Fatah oder Hisbollah Menschen folterte, die nicht ihrer Meinung waren, ja sie sogar kurzerhand erschoss, das war wohl ok. Und zu guter letzt kam heraus, dass die Gelder aus dem Ausland in die Taschen der Funktionäre verschwanden, na ja, man gönnt sich ja sonst nichts.
Aber klar, der gemeinsame Feind heißt eben I:srael.
Übrigens, wie geht es Frau Arafat, geht es ihr gut in ihrem Pariser Hotel, ich habe sie lange nicht mehr shoppen gesehen. Sie mag so gerne die Wachtelherzchen in Aspik, die schmecken aber auch superb.
Lol, in der Tat, ihre Comments sind ganz großes KIno!
Die Tendenz ist relativ klar.
Dann sollte man das früher gute Blatt aber schnellstmöglich an Springer verkaufen, bevor es sonst noch jemand merkt und der Preis weiter sinkt.
Eie wäre es auch mit einer ehrlichen Darstellung der verkauften Auflage ( zu über einem symbolischen Ct )?
Zugegeben- etwas viel verlangt.
Bitte entschuldigen Sie, aufgrund falsch platzierter Sonderzeichen wurde ein Teil meines Beitrags gelöscht.
Was feht lautete sinngemäß:
Insassen d. Ghettos vs. Wehrmacht / Wehrmachteinrichtungen
Hamas vs. Zivilisten / zivile Einrichtungen.
Danach gings weiter mit: Finden Sie den Unterschied.
Sie irren,
ich kann Ihnen nicht folgen. Mangels Argumente.
Wirklich Schade.
Paging