Eine schwulenfeindliche Zeitschrift hatte zum Mord an einem ugandischen Aktivisten aufgerufen. Nun wurde David Kato in Ugandas Hauptstadt Kampala ermordet.
Einer der führenden Kämpfer für die Gleichberechtigung Homosexueller in Uganda ist in seinem Haus ermordet worden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) teilte an diesem Donnerstag unter Berufung auf Zeugen mit, der unbekannte Täter sei am Tag zuvor in das Haus von David Kato eingedrungen und habe den Juristen zweimal in den Kopf geschossen. Kato starb auf dem Weg ins Krankenhaus.
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Titelbild der ugandischen Zeitung Rolling Stone: Aufruf zum Mord an Homosexuellen. (© AFP)
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Katos Tod sei ein "schmerzlicher Verlust für die Gemeinschaft der Kämpfer für Menschenrechte", sagte Maria Burnett, eine Afrikaexpertin von Human Rights Watch. Die Menschenrechtsorganisation forderte die Polizei auf, den Fall gründlich und unvoreingenommen zu untersuchen. Homosexuelle Beziehungen sind in Uganda, wie in den meisten afrikanischen Staaten, illegal. Wer offen schwul oder lesbisch ist, riskiert nicht nur Diskriminierung, sondern auch Gewalt.
Kato hatte erfolgreich Einspruch gegen einen international kritisierten Gesetzentwurf eingelegt, der unter anderem die Todesstrafe für HIV-positive Homosexuelle vorsah. Er klagte auch gegen das ugandische Boulevardblatt Rolling Stone, das Ende vergangenen Jahres die Bilder bekennender oder angeblicher Homosexueller mit Namen und Adresse unter der Schlagzeile "Hängt sie auf" veröffentlicht hatte. Katos Bild war damals prominent auf der Titelseite abgedruckt worden.
(dpa)
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dass in dem Land USA mittlerweile nur noch ca. 50 "normale" Menschen leben.Und zwar die,die ich persönlich kenne.
Allerdings sieht die Lage für Homosexuelle in Russland bspw. auch nicht "rosa" aus.Da muss man nicht den Äquator überqueren.Wie Christen zum Hass und zur Verfolgung von Menschen aufrufen können werde ich nie begreifen.Anscheinend verstehen diese Leute ihr eigenes Buch nicht.
http://www.nytimes.com/2010/01/04/world/africa/04uganda.html
Zitate aus dem vor einem Jahr geschriebenen Artikel:
"Last March, three American evangelical Christians, whose teachings about “curing” homosexuals have been widely discredited in the United States, arrived here in Uganda’s capital to give a series of talks. [...] The visitors discussed how to make gay people straight, how gay men often sodomized teenage boys and how “the gay movement is an evil institution” whose goal is “to defeat the marriage-based society and replace it with a culture of sexual promiscuity. [...] Uganda seems to have become a far-flung front line in the American culture wars, [...] Uganda has also become a magnet for American evangelical groups. Some of the best known Christian personalities have recently passed through here, often bringing with them anti-homosexuality messages"
Offensichtlich verlagern US-fundamentalistische evangelikale Christen gerade den in den USA schwelenden Kulturkampf um Anerkennung der Homosexuellen in afrikanische Länder, speziell nach Uganda. Evangelikale Missionare schwärmen seit einiger Zeit dort aus, und verbreiten gezielt Haß gegen Homosexuelle.