Erneut haben chinesische Sicherheitskräfte in Südwestchina nach exiltibetischen Angaben mindestens einen Tibeter erschossen. Neue Proteste seien in Dzitoe Barma in der Präfektur Aba (Provinz Sichuan) ausgebrochen, als die Polizei einen Tibeter festnehmen wollte, berichtete der US-Sender Radio Free Asia (RFA).

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Der Mann habe Flugblätter mit Rufen nach Freiheit für die Tibeter und einer Rückkehr des Dalai Lamas, ihres im Exil lebenden religiösen Oberhauptes, aufgehängt.

Auch die für eine Unabhängigkeit Tibets eintretende Webseite Phayul berichtete von einem Toten und mehreren Schwerverletzten. Seit Montag sind damit nach exiltibetischen Angaben sieben Tibeter getötet und etwa 60 verletzt worden. Chinesische Behörden haben bislang nur zwei Tote bestätigt.

Chinas Regierung hat die Sicherheitsmaßnahmen verschärft und Verstärkung in die Region entsandt. Mehr als 10 000 Tibeter seien aus Nachbarorten nach Dzitoe Barma gekommen. Die Situation sei sehr angespannt.

(dpa)

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(Süddeutsche.de/bero/ffu)