Der Rückhalt für den Bundespräsidenten in der Bevölkerung schwindet: In neuesten Umfragen sprachen sich 50 Prozent der Befragten für einen Rücktritt Wulffs aus. Auch seine Beliebtheitswerte sinken weiter.

Trotz des schwindenden Interesses an der Kredit- und Medienaffäre von Bundespräsident Christian Wulff befürwortet die Hälfte der Deutschen den Rücktritt des Staatsoberhaupts. Dies geht aus dem aktuellen ZDF-Politbarometer hervor.

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Der Rückhalt für Bundespräsident Wulff in der Bevölkerung schwindet: Die Hälfte der Deutschen spricht sich mittlerweile für einen Rücktritt aus. (© dpa)

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Anders als bei der letzten Umfrage, bei der sich 50 Prozent gegen einen Rücktritt Wulffs aussprachen und 44 Prozent dafür, sind jetzt mit 50 Prozent mehr Befragte für einen Rücktritt als für seinen Verbleib.

75 Prozent der Befragten glauben, dass er als Bundespräsident dauerhaft beschädigt ist. Auch bei den Beliebtheitswerten muss Wulff Einbußen hinnehmen. Nach minus 0,5 vor zwei Wochen wird er jetzt auf der Skala von +5 bis -5 mit minus 0,8 bewertet.

Unter den Umfragwerten der Parteien gibt es nur wenig Bewegung: Wenn bereits am nächsten Sonntag gewählt würde, käme die Union unverändert auf 36 Prozent, die SPD verschlechterte sich um einen Punkt auf 30 Prozent. Die FDP büßte ebenfalls einen Punkt ein und erreichte nur noch drei Prozent - ein Allzeit-Tief in der Erhebung für das Politbarometer. Grüne, Linke und die Piraten legten in der Sonntagsfrage jeweils leicht zu.

(dapd/AFP)

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