In der Debatte um Google Street View beklagt Bayerns Justizministerin Merk die späte Reaktion der Bundesregierung: Der Datenschutz hätte schon früher modernisiert werden müssen.
In der Diskussion über Google Street View wirft die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) dem Bund vor, den Datenschutz nicht rechtzeitig modernisiert zu haben. "Ich denke, da hätte man auf Bundesebene schon früher aktiv werden können", sagte sie der Passauer Neuen Presse. "Schließlich ist Google schon länger mit seinen Kameraautos unterwegs." Merk fordert, "den deutschen Datenschutz endlich generell auf den Prüfstand zu stellen und hinsichtlich der neuen Medien und neuen Kommunikationsformen wie soziale Netzwerke abzuklopfen". Nichts zu tun, bedeute, dass das Internet langsam zum rechtsfreien Raum würde. "Das darf es nicht geben", sagte Merk.
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Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) wirft dem Bund Versäumnisse beim Datenschutz vor. (© dpa)
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Die Münchner Ministerin sprach sich aber gegen ein Spezialgesetz aus, das allein für Google gelten würde. "Sonst brauchen wir demnächst schon wieder ein neues Gesetz, wenn jemand mit einer anderen, ähnlich gelagerten Idee kommt." Die Widerspruchsfristen im Fall von Google Street View hält Merk für zu kurz. Man müsse schon vor einer Veröffentlichung im Internet Einspruch einlegen können, meinte sie. Und auch später müsse das noch jederzeit möglich sein. "Die derzeit kurze Frist reicht gerade jetzt, wo viele Menschen im Urlaub sind, nicht aus", betonte Merk. Auf die Frage, ob sie selbst Einspruch eingelegt habe, antwortete die Ministerin: "Nein. Mein Haus wird ja nicht gezeigt mit dem Hinweis 'Hier wohnt Frau Dr. Merk.'"
(AP)
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Ausgerechnet die CSU Bayern wollen den Datenschutz"verbessern"!Die verstehen darunter Industrie und Staatsfreundlicher!Googel als Vorgeschobener Vorwandt um Bürger Daten abzugreifen und Bürgerrechte auszuhölen!
Da haben Sie aber etwas gründlich missverstanden, wenn ein FBI-Mann Ihre Kontobewegungen kennt dient das natürlich nur Ihrer eigenen Sicherheit,lol
Mir haut's hier gleich den Vogel raus! Man sollte den Untaten der Politik in Sachen Datenschutz/Persönlichkeitsrechte (von Swift-Abkommen bis zum Nacktscanner, der kommen wird (und vom BVerfG dann gestoppt wird)) mal in Relation zu Google Street View und ähnlichen Diensten stellen. Bei Google kann jeder, der möchte, dass andere sich sein Haus ansehen, recht einfach Einspruch erheben und fertig. Mir ist es lieber, wenn sich außer meinem Nachbarn noch jemand darüber amüsiert, dass das Unkraut in meinem Garten sprießt, als dass irgendein amerikanischer CSI- oder FBI-Mensch meine Kontobewegungen ansieht.
in keinem Land der Welt ausserhalb Deutschlands gibt es nennenswerte Vorbehalte gegen Google Street View.
Nur das Land der Dichter und Denker verbarrikadiert sich hinter meterhohen Hecken, wird stinksauer, wenn ein Foto von der Hecke gemacht wird,
gibt aber im Gegenzug in diversen social communities persönlichste Daten inkl Fotos der Öffentlichkeit preis.
Konsequent ist anders
Wenn die CSU nach Datenschutz schreit ist höchste Vorsicht geboten.
Paging