Das links gerichtete Staatsoberhaupt Ecuadors siegt im ersten Wahlgang. Die Taliban überrennen einen Distrikt in Nordafghanistan. In Andorra wird die Regierung abgelöst.

Ecuadors Präsident wiedergewählt

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Ecuadors Präsident Rafael Correa: Mehr als 50 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang (© Foto: AFP)

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Der linksgerichtete Staatschef Rafael Correa hat die Präsidentenwahl in Ecuador ersten Prognosen zufolge klar gewonnen. Der 46-Jährige ließ sich bereits kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntag als Sieger feiern.

Umfragen zufolge erhielt er mehr als die zur Vermeidung einer Stichwahl nötigen 50 Prozent der Stimmen. Damit wäre er der erste Präsident des lateinamerikanischen Landes seit drei Jahrzehnten, der ohne zweite Abstimmung eine weitere Amtszeit antreten kann.

Der 46-Jährige ist in dem Andenstaat mit 14 Millionen Einwohnern ungemein populär. Kritiker werfen ihm aber vor, dass die neue Verfassung des Landes, die in einem Referendum im September von 64 Prozent der Wähler angenommen wurde, dem Präsidenten deutlich höhere Machtbefugnisse einräumt. Außerdem kann sich Correa 2013 um eine zweite vierjährige Amtszeit bewerben - seine erste wurde durch die neue Verfassung automatisch abgekürzt.

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Taliban überrennen einen Distrikt in Nordafghanistan

Taliban-Kämpfer haben im nordafghanischen Verantwortungsbereich der Bundeswehr erstmals einen Distrikt vorübergehend in ihre Gewalt gebracht. Nach Polizei- und Regierungsangaben wurden ein Polizist getötet, neun weitere wurden verschleppt. Der Polizeisprecher der Provinz Baghlan, Jawed Basharat, sagte, Dutzende mit Maschinengewehren und Panzerfäusten bewaffnete Aufständische hätten das Verwaltungszentrum des Distrikts Borka gestürmt. Sie hätten Regierungsgebäude, die Polizeistation sowie einen Polizeiwagen in Brand gesteckt und sich dann zurückgezogen. Polizisten suchten nach den Angreifern und den Verschleppten. Die Internationale Schutztruppe ISAF sei daran nicht beteiligt.

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Andorra wählt Regierung ab

Im Kleinstaat Andorra haben die oppositionellen Sozialdemokraten die Parlamentswahlen für sich entschieden. Die Partei L'Alternativa konnte aber keine absolute Mehrheit erringen. Sie erhielt die Hälfte der 28 Sitze im Parlament und wäre damit für eine Regierungsbildung auf einen Koalitionspartner angewiesen.

Die Mitte-rechts-Koalition unter Führung der Liberalen Partei (PLA) des amtierenden Regierungschefs Albert Pintat erhielt elf Mandate. Die erstmals angetretene Formation Andorra für den Wandel (APC) bekam drei Sitze. Von den rund 20.000 Wahlberechtigten gingen knapp mehr als 75 Prozent zu den Urnen.

Zentrales Thema des Wahlkampfs war die Entscheidung der derzeitigen Regierung gewesen, das Bankgeheimnis des Landes bis spätestens November zu lüften. Damit verhinderte das Fürstentum in den Pyrenäen, von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erneut auf die Schwarze Liste der Steuerparadiese gesetzt zu werden.

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Sri Lanka stoppt Einsatz schwerer Waffen

Unter wachsendem internationalem Druck hat die Regierung Sri Lankas den Einsatz schwerer Waffen und von Luftangriffen im Krieg gegen die eingekesselten Tamilen-Rebellen gestoppt. Ein Sprecher des Präsidenten betonte, es handele sich dabei nicht um einen von den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) geforderten Waffenstillstand.

Das Büro des Präsidenten teilte mit, die Sicherheitskräfte seien angewiesen worden, den Einsatz von großkalibrigen Geschützen sowie Kampfflugzeugen zu beenden, der zu zivilen Opfern im Kampfgebiet führen könnte. Nach Angaben der LTTE flog die Luftwaffe allerdings unmittelbar nach der Ankündigung erneut Luftangriffe.

Unterdessen kamen Spitzendiplomaten der 27 EU-Staaten in Luxemburg zusammen, um einen Ausweg aus der humanitären Notlage im Krisengebiet Sri Lankas zu suchen. "Wir haben die Befürchtung, dass Zehntausende von Zivilisten bedroht sind", sagte der deutsche Staatsminister Günter Gloser am Rande des Treffens. Die Bundesregierung habe ihre humanitäre Hilfe um 500.000 Euro auf 4,7 Millionen Euro aufgestockt.

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(dpa)