Nach dem vereitelten Anschlag von Detroit wird offenbar gegen einen radikal-islamischen Prediger ermittelt, in Iran gibt es neue Zusammenstöße und in Moskau wird eine 82-jährige Bürgerrechtlerin festgenommen.
Nach dem vereitelten Flugzeug-Attentat von Detroit rückt einem Zeitungsbericht zufolge ein in den USA geborener, radikal-islamischer Prediger immer stärker ins Zentrum der Ermittlungen. Es gebe zunehmend Belege, dass Anwar al-Awlaki in Verbindung mit dem Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab gestanden habe, der das Flugzeug in die Luft sprengen wollte, meldete das Wall Street Journal.
Der Attentäter von Detroit soll Kontakt zu dem radikal-islamischen Prediger Anwar al-Awlaki (im Bild) gehabt haben. (© Foto: IntelCenter/AFP)
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US-Geheimdienste haben dem Bericht zufolge Al-Awlaki, der bis 2002 in einer Moschee im Norden des US-Bundesstaates Nord-Virginia predigte, bereits seit Jahren im Visier. Die genaue Art und der Umfang des Kontakts zwischen dem Prediger und Abdulmutallab sei allerdings unklar, berichtete die Zeitung weiter.
Der im Jemen lebende Al-Awlaki hatte den Angaben zufolge auch Kontakt zu dem Amokläufer auf der US-Militärbasis Fort Hood in Texas. Der muslimische Major Nidal Malik Hasan hatte Anfang November dabei 13 Menschen erschossen.
Erneut Zusammenstöße in Teheran
Staatliche Einsatzkräfte in Iran sind nach Informationen aus Oppositionskreisen auch am letzten Tag des Jahres gewaltsam gegen Regime-Gegner vorgegangen. Die Vorfälle hätten sich auf den Plätzen Haft-e-Tir und Wali-Asr in der Hauptstadt Teheran ereignet, berichtete eine oppositionelle Website. Mehrere Demonstranten seien festgenommen worden. Zeugenberichten zufolge setzten die Sicherheitskräfte Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Regierungskritiker an einer Versammlung zu hindern, hieß es auf der Website.
82-jährige Bürgerrechtlerin bei Protesten in Moskau festgenommen
Ein Großaufgebot der russischen Polizei hat in Moskau eine nicht-genehmigte Protestveranstaltung von Regierungsgegnern beendet und rund 50 Menschen festgenommen. Darunter war auch die 82-jährige Bürgerrechtlerin Ljudmila Alexejewa. Die Sicherheitskräfte seien bei ihrer Festnahme äußerst grob mit ihr umgegangen, sagte Alexejewa am Donnerstagabend nach Angaben der Agentur Interfax. Sie war erst vor kurzem für ihre Zivilcourage mit dem Sacharow-Preis des EU-Parlaments ausgezeichnet worden. Die Demonstranten hatten in der Nähe des Moskauer Stadtzentrums mehr Freiheit und die Einhaltung der Verfassung gefordert, als die Sondereinheiten der Polizei zugriffen.
Französische Reporter offenbar in Afghanistan entführt
Zwei französische Journalisten und ihre afghanischen Begleiter sind möglicherweise in Afghanistan entführt worden. Das Pariser Außenministerium bestätigte am Donnerstag, dass es seit zwei Tagen keinen Kontakt mehr zu den beiden gebe. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP soll es sich um einen TV-Reporter, dessen Kameramann, den afghanischer Übersetzer und zwei weitere Begleiter gehandelt haben. Radikal-islamische Taliban hätten die fünf Männer am Mittwoch rund 60 Kilometer von der afghanischen Hauptstadt Kabul entführt, berichtet AFP.
Nach Angaben des französischen Verteidigungsminister Hervé Morin wollten die Journalisten eine Reportage in der Provinz Kapisa machen, wo die französische Armee stationiert ist. Bislang habe sich noch niemand zu einer mutmaßlichen Entführung bekannt, sagte Morin. Die französische Armee startete eine Suchaktion nach den Männern.
Berlusconi arbeitet an Album mit Liebesliedern
Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi nutzt die ärztlich verordnete Arbeitspause nach dem Angriff eines geistig verwirrten Mannes für seine Gesangsleidenschaft. Er arbeite in seiner Villa bei Mailand mit dem Gitarristen Mariano Apicella an einem neuen Album mit Liebesliedern, berichtete die Zeitung Corriere della Sera. Das vierte Album des Duos soll demnach im kommenden Jahr erscheinen - wenn die politischen Verpflichtungen Berlusconis es erlauben. Die Lieder tragen dem Bericht zufolge Titel wie "Es ist Liebe", "Aber wenn ich dich verliere" oder "Bleib bei mir". Der Titel des Albums und die Cover-Gestaltung sind noch geheim.
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