Politik kompakt De Maizière will Libyen-Einsatz "konstruktiv prüfen"

Deutsche Soldaten auf libyschem Boden? Verteidigungsminister de Maizière will ein militärisches Engagement der Bundeswehr nicht ausschließen - für den Fall, dass Machthaber Muammar al-Gaddafi abtritt oder gestürzt wird. Bedingung sei ein UN-Mandat.

Kurzmeldungen im Überblick.

Deutschland könnte sich nach den Worten von Verteidigungsminister Thomas de Maizière an einem Militäreinsatz in Libyen in der Zeit nach Muammar al-Gaddafi beteiligen. "Wir hoffen, dass es zu einer Lösung kommt, die nicht eine militärische Präsenz dort erfordert", sagte de Maizière auf eine entsprechende Frage in Brüssel am Rande eines Treffens der Nato-Verteidigungsminister. "Wenn es anders kommen sollte, dann werden wir das prüfen - und konstruktiv prüfen." Voraussetzung sei jedoch ein Mandat der Vereinten Nationen für einen solchen Einsatz.

Sollte Muammar al-Gaddafi gestürzt werden, will Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière eine Beteiligung deutscher Soldaten an einem Militäreinsatz in Libyen nicht ausschließen.

(Foto: REUTERS)

Eine Beteiligung deutscher Soldaten an dem laufenden Militäreinsatz unter Nato-Kommando in Libyen lehnte de Maizière erneut ab. Der Einsatz dauere an und sei erfolgreich. "Deutschland beteiligt sich nicht daran, dabei bleibt es."

(afp/dapd)

Zwischen Italien und Brasilien gibt es Spannungen um die Freilassung eines mutmaßlichen Terroristen und die USA wollen ihre Luftangriffe auf Extremisten im Jemen ausweiten. Lesen Sie auf den folgenden Seiten weitere Kurzmeldungen.