Schelte von der US-Außenministerin: Israel belastet mit seinen Siedlungsplänen die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. Kurzmeldungen im Überblick.

Die Beziehungen zwischen Israel und den USA werden durch den geplanten Wohnungsbau in Ost-Jerusalem stark belastet. Zwar drückte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag sein Bedauern über die Verkündung der Siedlungspläne während eines Besuchs von US-Vizepräsident Joe Biden aus. Vom Vorhaben, 1600 Wohneinheiten zu bauen, rückte er jedoch nicht ab.

US-Außenministerin Hillary Clinton; AP

US-Außenministerin Clinton kritisiert das israelische Vorgehen als "beleidigend". (© Foto: AP)

Anzeige

"Das war ein bedauerlicher Zwischenfall und geschah ohne böse Absicht", sagte Netanjahu vor seinem Kabinett. Ein Team von Mitarbeitern werde den Vorfall untersuchen und so sicherstellen, dass Ähnliches in Zukunft nicht mehr vorkomme.

US-Außenministerin Hillary Clinton warf dem israelischen Regierungschef in einem Telefonat vor, der Bau in dem auch von Palästinensern beanspruchten Gebiet sei ein "zutiefst negatives Signal".

Es untergrabe das Vertrauen in den Friedensprozess. Sie verstehe nicht, wie es zu der Ankündigung kommen konnte. Auf die Frage, ob Clinton sich in dem Telefonat dezidiert wütend gab, sagte ein Sprecher: "Frustriert drückt es besser aus." In einem Fernsehinterview bezeichnete die Außenministerin den Zeitpunkt der Verkündung der israelischen Pläne als "beleidigend". Das Weiße Haus verurteilte das Vorhaben Israels indes als "Affront".

Unterdessen nahmen israelische Soldaten nach Armeeangaben ein ranghohes Mitglied der radikalen Palästinensergruppe Hamas im Westjordanland fest. Maher Audi gehöre zu den Gründern der Hamas und sei für den Tod von zehn Israelis verantwortlich. Er sei bei einer Razzia in der Stadt Ramallah geschnappt worden. Von der palästinensischen Autonomiebehörde gab es allerdings keine Bestätigung.

Bei der Parlamentswahl im Irak baut Ministerpräsident al-Maliki seinen Vorsprung aus, bei den Regionalwahlen in Russland dominiert die kremlnahe Partei "Geeintes Russland" und im Sudan kommen zwei französische Geiseln frei. Lesen Sie auf den nächsten Seiten weitere Kurzmeldungen.

Leser empfehlen