Die Bundeswehr plant offenbar doch kein Disziplinarverfahren gegen Oberst Klein wegen der Tanklaster-Bombardierung - und erntet Kritik. Kurzmeldungen im Überblick.
Gegen den für den Luftangriff von Kundus verantwortlichen Oberst Georg Klein wird einem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich kein Disziplinarverfahren der Bundeswehr eingeleitet. Ein internes Verfahren stehe "nicht auf der Agenda", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU), der Mitteldeutschen Zeitung. Auch der Sprecher der 13. Panzergrenadier-Division sagte der Zeitung, er rechne nicht mit einem Verfahren.
Gegen Oberst Georg Klein, der im September 2009 den Luftangriff bei Kundus mit zahlreichen zivilen Opfern befohlen hatte, soll offenbar doch kein Disziplinarverfahren der Bundeswehr eingeleitet werden. (© Foto: ddp)
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Ein Mitglied des Verteidigungsausschusses des Bundestages kritisierte im Gespräch mit der Zeitung, offenbar würden in der Bundeswehr Wege gesucht, "um kein Verfahren einleiten zu müssen". Der Grünen-Verteidigungsexperte Tom Koenigs sagte der Mitteldeutschen Zeitung, ein Disziplinarverfahren gegen Klein sei "das Mindeste".
Die Bundesanwaltschaft hatte die Ermittlungen gegen Klein am 19. April mit der Begründung eingestellt, die Soldaten könnten wegen der Tötung von Zivilisten nicht strafrechtlich verfolgt werden, solange dies im Rahmen "völkerrechtlich zulässiger Kampfhandlungen" geschehen sei.
Derzeit beschäftigt sich der zum Untersuchungsausschuss konstituierte Verteidigungsausschuss mit der Kundus-Affäre. Bei dem von Klein befohlenen Angriff auf zwei von Taliban-Kämpfern entführte Tanklaster im September 2009 waren bis zu 142 Menschen getötet worden, darunter zahlreiche Zivilisten.
Eine auf die Beobachtung islamistischer Websites spezialisierte US-Firma bestätigt den Tod des deutschen Islamisten Eric Breininger, Iraks schiitische Parteien bilden gemeinsam eine Fraktion und der SPD in NRW droht nun auch eine Spendenaffäre: Lesen Sie auf den nächsten Seiten weitere Kurzmeldungen.
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Mord bleibt Mord. Es wird sich doch wenigstens im Ausland ein Anwalt finden, der ihn vor ein Kriegsverbrecher-Tribunal bringt.
Diese beschämende Arbeitsweise unserer Staatsanwälte, die weisungsgebunden sind, und deshalb sogar nicht mal ermitteln (dürfen/wollen), wenn es sich um Mord handelt, muss man auch unter folgenden Kriterien betrachten:
In Sachsen marschieren unzählige Paramilitärs, die Jagd auf Westbürger und andere Ausländer machen. Juristisch und politisch protegiert. (Die SA der CDU).
Und wenn sich diese Jungs nicht mehr damit zufrieden geben, alte Omas auszurauben und zu vergewaltigen, dann können sie sich in Kleins Regiment so richtig doll austoben. Mit Ballermann und so.
Warum also soll Klein für etwas bestraft werden, was in seiner Heimat alltäglich ist und natürlich auch nicht bestraft wird? Und so lange die Ausländer sich nicht wehren dürfen, bzw. die Zivilisten beim Massaker von Kunduz sich nicht wehren können, so lange gibt es sogar noch Streifen für diese Heldentaten.
Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht (Bertold Brecht).
Es gab niemals ein mandat des Deutschen Bundestags, Talibananführer zu killen, und wenn sie noch so "günstig" zusammenstanden. Also völlig unabhängig von der Frage der Zivilisten: es gab keine erlaubnis (license to kill) durch das Parlament und kann es auch nicht geben, es wäre die Wiedereinführung des Todesstrafe und das gar noch ohne Gericht.
Mord, Mord und nochmals Mord. Klein gehört vor Gericht- samt seinen ihn derzeit deckenden hintermännern.
Sie aber auch nicht, wenn ich mir ihre hohlen Ausführungen anschaue. Informieren sie sich doch einfach mal über den Tathergang:
Um 20.30 Uhr bleiben die Laster stecken. Sie stehen unter permanenter Beobachtung durch den afghanischen Geheimdienst und werden in der Folge nicht mehr bewegt.
Um 1.30 beantragen die amerikanischen Piloten eine "Show of Force" um die Menschen am Laster zu vertreiben. Klein verweigert das.
Um 1.49 löschen Bomben die Leben von mindesten 150 Menschen aus und verstümmeln noch weit mehr.
WELCHE Gefahr ging denn für die Deutschen von diesen seit 5 Stunden feststeckenden Lastern aus? KEINE!
Klein hatte 5 Stunden Zeit, seine Entscheidung zu fällen. Ich weiss ja nicht, wie schnell BW´ler so im Denken sind, aber 5 Stunden scheinen mir doch eine Menge Zeit.
Wer die "Show of Force" ablehnt, die den Menschen Zeit gegeben hätte, sich zurückzuziehen, will bewusst Opfer erzeugen. Das können sie drehen und wenden wie sie wollen.
Ich sehe, Sie sind ein Insider und waren dabei.
Paging