Der belgische Bischof Vangheluwe tritt ab - er hatte einen Jungen missbraucht. Der Papst nahm sein Rücktrittsgesuch an. Kurzmeldungen im Überblick

Bischof von Brügge tritt zurück - Papst nimmt Gesuch an

Bischof von Brügge tritt zurück; ddp

Schockierende Nachrichten für die belgische katholische Kirche: Der Bischof von Brügge tritt wegen Missbrauchsvorwürfen zurück. (© Foto: ddp)

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Nicht einmal eine Stunde nachdem das Rücktrittsgesuch eines belgischen Bischofs wegen Kindesmissbrauchs bekanntgeworden ist, hat Papst Benedikt XVI. den Schritt angenommen. Dies teilte der Vatikan an diesem Freitag mit. Der Bischof von Brügge hatte in einem Brief, der am Freitag bei einer Pressekonferenz in Brüssel verlesen wurde, den Missbrauch eines Jungen zugegeben und seinen Rücktritt eingereicht. Roger Vangheluwe schrieb, er habe sich auch in seiner Zeit als Bischof noch an dem Jungen aus seinem Umfeld vergangen.

"Das Opfer trägt noch an den Folgen", hieß es in dem Brief. Mit Vangheluwe trat erstmals ein Bischof zurück, weil er selbst sexuellen Missbrauch begangen hatte. "Wir sind uns der Vertrauenskrise bewusst, die das bei vielen Leuten bewirken wird", sagte der Vorsitzende der belgischen Bischofskonferenz, André-Joseph Léonard, der mit den Tränen kämpfte. Über Rücktrittsgesuche von Bischöfen entscheidet der Papst; bisweilen dauert es mehrere Monate, bis die Entscheidung fällt. Der 74-jährige Vangheluwe ist seit mehr als 25 Jahren im Amt und damit der dienstälteste Bischof der katholischen Kirche in Belgien.

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