Politik kompakt BKA plädiert für Internet-Sperren

Das Bundeskriminalamt (BKA) schlägt im Kampf gegen Kinderpornographie im Internet vor, Seiten sperren zu lassen, bevor sie endgültig gelöscht werden können. Kurzmeldungen im Überblick.

Das Bundeskriminalamt (BKA) kann die Kinderpornographie im Internet einem Zeitungsbericht zufolge nicht effektiv bekämpfen. Kinderpornographische Webseiten blieben trotz aller Löschungsbemühungen zu lange abrufbar, heißt es einer internen BKA-Studie, die der Welt vorliegt. 40 Prozent solcher Internetseiten könnten demnach nach einer Woche noch per Mausklick auf den Computer geladen werden. Bis zum Verschwinden der Seiten gebe es laut der Untersuchung immense Zugriffszahlen.

Der Kampf gegen Kinderpornographie im Internet ist ein schwieriges Unterfangen. Das Bundeskriminalamt beklagt, dass bereits gelöschte Internetseiten selbst noch nach einer Woche abrufbar seien.  

(Foto: dpa)

Das BKA schlage als Lösung deshalb das Sperren der Seiten bis zur Löschung vor. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), forderte, den Zugang durch Internetsperren zu erschweren. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hält hingegen am Prinzip "Löschen statt Sperren" fest. Das BKA erhält der Studie zufolge rund 150 Hinweise im Monat, mit denen sich die Kinderpornographie im Internet bekämpfen lässt.

(dpa)

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