Nach den tödlichen Schüssen auf protestierende Tibeter in Südwestchina hat der exiltibetische Ministerpräsident Lobsang Sangay die Entsendung internationaler Beobachter gefordert. Als Reaktion auf die Unruhen verschärften die chinesischen Behörden die Sicherheitsmaßnahmen und schickten weitere Truppen, um neue Proteste zu unterbinden. Die USA zeigten sich "sehr besorgt" und forderten die chinesischen Sicherheitskräfte zur Zurückhaltung auf.

Anzeige

Bei den Protesten gegen die chinesische Herrschaft seit Anfang der Woche sind nach offiziellen chinesischen Angaben zwei Tibeter getötet worden. Die exiltibetische Regierung im indischen Dharamsala berichtete hingegen von sechs Toten und 60 Verletzten, darunter einige Schwerverletzte. Sicherheitskräfte hatten in Luhuo und Seda in der Präfektur Ganzi das Feuer auf protestierende Tibeter eröffnet. Der exiltibetische Regierungschef Lobsang Sangay beklagte, es sei "wahllos" geschossen worden.

(dpa)

Leser empfehlen 

(Süddeutsche.de/dapd/dpa/Reuters/AFP/ros/gal)