UN wollen Eingreiftruppe und Aufklärungsdrohnen im Kongo einsetzen

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Die Vereinten Nationen planen die Entsendung einer schnellen Eingreiftruppe in die Demokratische Republik Kongo und den Einsatz von Aufklärungsdrohnen, um dort den bewaffneten Gruppen im Osten des Landes die Stirn zu bieten.

Die Einheit im Umfang von rund 2000 Soldaten könne von den Ländern Südafrika und Tansania gestemmt werden, heißt es aus UN-Diplomatenkreisen. Im Rahmen der UN-Friedensmission Monusco sind derzeit bereits rund 17.000 Streitkräfte im Kongo im Einsatz.

Der UN-Sicherheitsrat billigte außerdem den Einsatz von Aufklärungsdrohnen an den Grenzen zu Ruanda und Uganda. Der Kongo sowie die Uno werfen diesen Ländern vor, die Rebellenbewegung M23 zu bewaffnen und finanziell zu unterstützen. Beide Länder weisen dies aber zurück.

Einem UN-Diplomaten zufolge könnten sowohl die Eingreiftruppe als auch die Aufklärungsdrohnen innerhalb von drei Monaten einsatzbereit sein.

In der M23-Miliz sind ehemalige Tutsi-Rebellen zusammengeschlossen, die 2009 infolge eines Friedensabkommens in die kongolesische Armee eingegliedert worden waren. Aus Protest gegen ihre schlechten Lebensbedingungen verließen sie im April das Militär jedoch wieder und erhoben die Waffen gegen die Regierung in Kinshasa.