Putsch in Westafrika Ecowas warnt Militärjunten in Mali und Guinea-Bissau

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas verurteilt die Gewalt in Mali und Guinea-Bissau und warnt die herrschenden Militärjunten ihre Beschlüsse weiter zu missachten.

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas hat die Militärjunten in Mali und Guinea-Bissau vor einer weiteren Missachtung ihrer Beschlüsse gewarnt. Die Staatschef verurteilten die bewaffneten Zusammenstöße in Mali und beklagten ihre negative Auswirkung auf die Sicherheit der Bevölkerung.Dies werde nicht toleriert, teilte die Vereinigung von 15 Staaten nach ihrem zweiten außerordentlichen Treffen innerhalb einer Woche mit.

Die Gemeinschaft wiederholte ihre Forderung, dass in den beiden Ländern innerhalb von zwölf Monaten Präsidentschaftswahlen abgehalten werden sollten, um zivile Regierungen einsetzen zu können. Dies lehnen die Militärs, die sich in Mali sowie in Guinea-Bissau an die Macht geputscht haben, bisher ab.

Die Ecowas hat außerdem die Entsendung von Truppen nach Mali in Aussicht gestellt, sobald es eine entsprechende Anforderung aus der Hauptstadt Bamako gibt. Diesen Beschluss fassten die Staatschefs der Region in der senegalesischen Hauptstadt Dakar zum Abschluss ihres Gipfels. Allerdings muss die zuständige Ecowas-Kommission erst noch die entsprechenden Partner wegen der Finanzierung der Truppenentsendung konsultieren, heißt es in dem Beschluss.