Der Vatikan bezeichnet die Entschuldigung des Pius-Bruders Williamson als unzureichend. Seine erzkonservativen Mitbrüder allerdings begrüßen den Schritt des Bischofs.

Das Oberhaupt der erzkonservativen Pius-Bruderschaft, Bernard Fellay, hat die Entschuldigung des Holocaust-Leugners Richard Williamson als "wichtigen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet". Es handele sich um "eine erste Bitte um Vergebung", sagte er dem Spiegel. "Man kann sich immer eine bessere Formel erwünschen", fügte Fellay hinzu. "Immerhin ist die Bitte um Verzeihung ehrlich, die Rücknahme seiner Worte echt."

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Pius-Bruder Richard Wiliamson bei seiner Ankunft in London. (© Foto: AFP)

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Fellay sagte, wenn Williamson den Holocaust erneut leugne, dann werde er aus der Bruderschaft ausgeschlossen. "Wenn er schweigt, wenn er in irgendeiner Ecke bleibt, dann ist es wahrscheinlich für alle besser." Williamson solle jetzt "für eine gute Zeit" aus der Öffentlichkeit verschwinden.

Der Pius-Bruder hatte in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief geschrieben, er bitte "vor Gott" um Vergebung aller, die er durch seine Leugnung der Judenvernichtung während der NS-Diktatur verletzt habe. In seinem Interview mit dem schwedischen Fernsehen habe er nur die Meinung eines "Nicht-Historikers geäußert, eine Meinung, die sich vor 20 Jahren auf Grundlage der damals verfügbaren Beweise herausgebildet hat".

Williamson hatte in einem Ende Januar ausgestrahlten Interview mit dem schwedischen Fernsehen gesagt, er denke, dass "200.000 bis 300.000 Juden in den Konzentrationslagern gestorben" seien, aber "nicht ein einziger von ihnen in Gaskammern". Der Vatikan bezeichnete die Entschuldigung als unzureichend.

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(AFP/vw/ihe)