War das Pochen auf ein freies Internet für viele Piraten die Einstiegsdroge, so soll Liquid Democracy dafür sorgen, dass sie langfristig dabei bleiben. "Das ist unsere zweite Säule", sagt der Berliner Landesvorsitzende Baum. "Das haben die Politikwissenschaftler noch gar nicht auf dem Schirm."
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Im Partei-Wiki heißt es, die "anderen Parteien" würden damit "unter moralischen Druck" gesetzt, weil sie so viel Mitbestimmung nicht anbieten würden. "Außerdem sind wir der Meinung, dass so ein System ein echter Grund ist, die Piratenpartei zu wählen."
An anderer Stelle wird allerdings schon vor den Gefahren gewarnt: Die Transparenz sei nicht gewährleistet, Manipulation könne nicht ausgeschlossen werden. Und was wird eigentlich aus der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers?
So weit wollen die Piraten noch nicht denken. Sie wollen ihr Prinzip der flüssigen Demokratie zunächst auf Parteitagen testen. An einer technischen Umsetzung wird gearbeitet - sie könnte Google Wave ähneln, einer neuen Software des Suchmaschinen-Giganten, die das gemeinsame Arbeiten unterschiedlicher Benutzer an einem Dokument über das Internet ermöglicht.
Auch an der Abgrenzung zum politischen Gegner wird gearbeitet. War bislang "Zensursula" alias Familienministerin Ursula von der Leyen das Feindbild, so gehen die Piraten nun die FDP offensiv an.
Deren Vorstoß in Sachen Datenschutz sei nur Maskerade: "Was wir brauchen, ist ein echtes Gegensteuern. Ein Umdenken. Dazu fühlt sich die FDP aber offensichtlich nicht verpflichtet", sagt Florian Bischof, der Berliner Spitzenkandidat im Bundestagswahlkampf.
Dass ihnen die Liberalen die Wähler abspenstig machen könnten, will in Berlin niemand glauben. Bei der Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen soll sich zeigen, dass der Erfolg bei der Bundestagswahl kein Zufall war. Und für 2011 wird fest damit gerechnet, in den Berliner Senat einzuziehen. In beiden Ländern konnte die Piratenpartei bei der Bundestagswahl Achtungserfolge vorweisen. In einigen Berliner Wahlkreisen fiel ihr Ergebnis zweistellig aus.
Der Positivtrend soll auch dadurch befeuert werden, dass sich die Partei gegenüber neuen Politikfeldern öffnet. Der Berliner Landesvorsitzende Baum hält das für einen Automatismus: "Viele Piraten arbeiten schon jetzt an vielen Dingen in vielen Bereichen."
Wie zur Bestätigung meldet sich beim Berliner Stammtisch ein Pirat zu Wort: Er hat ein Konzeptpapier zum bedingungslosen Grundeinkommen erstellt, dass er verteilen möchte. Anklang findet er damit aber nicht, den Großteil seiner sozialpolitischen Thesen nimmt er wieder mit nach Hause. "Am Inhalt hat das aber nicht gelegen", sagt er und lächelt: "Die meisten haben gefragt, ob sie das nicht auch im Netz abrufen können."
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(sueddeutsche.de/gba)
Staatsbesuch in Israel
Ich möchte einfach mal auf folgende Website hinweisen:
http://demokratie.wikidot.com/
Bei gründlichem Nachdenken über die Inhalte dieser Seiten, könnte vielleicht manches klarer werden. (Doch ohne "Aktion" keine Reaktion / Resultat.)
ist der beschriebene Piratenelan schon verflogen. Bei uns zumindest...
" Jeder Schulamokläufer spielte Killerspiele.
Sie geraten auf die Seite der Politiker, die sie nicht unterstützen wollen.
Es gibt eine sehr große und starke SM Szene, die in extremer weise sehr weit geht. Diese würde ihnen hier vielleicht widersprechen. Gerade in der Szene ist ein gegenseitiges Vertrauen der Partner mehr als notwendig.
Es ist also nicht so einfach, wie es immer aussieht. "
Doch ist es und zwar sehr einfach.
Erstens stimmt es nicht, dass JEDER Schulhofamokläufer sog. Killerspiele spielte.
Zeitens gibt es viele Gründe, warum man diese Spiele spielt.
Sie beeinhalten Action, Spannung und, wenn man so Taktikshooter wie das berüchtigte Counterstrike spielt, viel Taktik.
Aber sie unterstützen nicht ausschließlich einem Trieb, genauso wenig, wie das hier genannte Schach Leute zu kalten Strategen erzieht, die Bauern als Mittel zum Zweck verheizen.
Und ich wette, die SM würde sich sehr wohl dagegen wehren, mit diesen Leuten in einen Topf geworfen zu werden.
Ich habe SM als etwas verstanden, wo es um Hingabe geht. Man gibt die Kontrolle ab, freiwillig. Aber es geht nicht darum, dass am Ende ein Mensch geschändet und ermordet übrigbleibt.
Es ist ein Unterschied, ob ein Film ein Spiel, der reinen Triebabfuhr dient, oder ob man es mit dem bewusst mit dem Kopf erlebt.
Ein Tarrantino zeigt Gewalt auch als etwas ästhetisches, aber in Verbindung mit einer Geschichte und ein Ted Bundy oder Jeffrey Dahmer leiht sich so einen Film nicht aus, um sich einen runterzuholen.
Das ist hier sehr wohl der Fall und man muss nicht vorspulen um Perversion zu sehen.
Sie müssen einen allgemeinen Maßstab für eine Gesellschaft haben, wenn diese entscheiden will. Daher bedarf es einer allgemeinen (gültigen) Begründung. Man kann nicht sagen: Sollen doch Erwachsene immer selbst entscheiden, was sie sehen wollen oder nicht. Z.B. Nazi-Filme sind und beliben verboten, weil Faschismus keine freie Meinungsäusserung ist, sondern ein Verbrechen.
Wenn Freiheit total wird, ohne jede Bindung, wird sie zur Unfreiheit, sie schlägt dann gewissermaßen sofort um (Dialektik). Ich kann nicht sagen: "Jetzt brettere ich mal mit 100 Sachen durch die Tempo 30 Zone, weil es meine Freiheit ist!" Diese begründete Ansicht ist auch keinesfalls dogmatisch. Der Missbrauch der eigenen Freiheit schränkt die Freiheit anderer Personen ein.
Das Problem der allgemeinen Begründung ist ein philosophisches, das z.B: Immanuel Kant durch seinen kategorischen Imperativ zu lösen versuchte: "Handle stets nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich willen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."
Sie stellen letztendlich die Frage nach einer Letztbegründung für Ethik, deren Beantwortung ganze Bibliotheken füllt.
Gerade das zeigt die Wichtigkeit und Ernsthaftigkeit Ihrer Frage.
Jeder Schulamokläufer spielte Killerspiele.
Sie geraten auf die Seite der Politiker, die sie nicht unterstützen wollen.
Es gibt eine sehr große und starke SM Szene, die in extremer weise sehr weit geht. Diese würde ihnen hier vielleicht widersprechen. Gerade in der Szene ist ein gegenseitiges Vertrauen der Partner mehr als notwendig.
Es ist also nicht so einfach, wie es immer aussieht.
Wenn man so weit ist zu entscheiden, dass solche filme verboten werden, muss man konsequent sein und alle filme, in denen angedeutet wird, dass ein Verbrechen stattfindet auch verbitten. Und spätestens da wird es problematisch.
Ich bin der Meinung, dass es geschmacklos ist. Jedoch darf Geschmacklosigkeit nicht verboten werden.
Dazu kommt, dass nicht jeder, der sich solche Filme anschaut und diese (auch auf sexueller Ebene) mag, ist ein perverser und/oder Verbrecher.
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