Eine Fregatte der Bundeswehr wird sich voraussichtlich schon bald am Kampf gegen die Piraten vor der Küste Somalias beteiligen. Dies kündigte Verteidigungsminister Jung an.
Deutsche Marinesoldaten sollen schon in Kürze im Kampf gegen Piraten vor der Küste Somalias eingesetzt werden.
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Somalische Piraten entern die MS Faina mit Kampfpanzern - gegen solche Aktionen werden wohl bald auch deutsche Soldaten vorgehen. (© Foto: dpa)
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Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte im französischen Deauville, Deutschland werde sich vermutlich mit einer Fregatte an einer EU-Militäraktion gegen Piraten beteiligen. Sie soll spätestens zum Jahresende einsatzbereit sein.
Geplant ist die Entsendung von drei Fregatten, einem Versorgungsschiff und drei See-Aufklärungsflugzeugen durch die EU-Staaten. Sie sollen Konvois von Handelsschiffen gegen die zunehmenden Piratenangriffe im Indischen Ozean am "Horn" von Afrika beschützen.
"Ich halte es für notwendig, dass wir gegen Piraten wirkungsvoll vorgehen", sagte Jung am Rande eines Treffens der EU-Verteidigungsminister. "Ich denke, dass wir im Rahmen einer Fregatte uns auch mitbeteiligen werden."
Seeräuber haben zur Zeit etwa ein Dutzend Schiffe in ihrer Gewalt, darunter auch einen ukrainischen Frachter, der Kampfpanzer an Bord hat. Die Küste vor Somalia gilt wegen der zahlreichen Piratenüberfälle als eines der gefährlichsten Gewässer der Welt.
- Auswärtiges Amt Somalia-Geiseln frei 09.08.2008
- Deutsche Marine Piratenjagd am Horn 22.08.2008
(dpa/cag/gal)
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Schön, dass Sie gewartet haben!
Schon ein wenig provokant geschrieben, denn eigentlich steht mir nicht im Sinn, die Piraterie zu rechtfertigen - jedoch liest man wenig über die Hintergründe und Lebensumstände an Somalias Küste. Ich denke mit Militärpräsenz vor Afrika ist es ähnlich wie mit einer Beinamputation im Mittelalter - Symptombekämpfung. Skuriler Weise fahren da die Frachter mit Knoblauch aus China vorbei und die Leute am Land verhungern, die Fischfabriken auf dem Mehr setzen einen drauf, und des Hohns Krone sind jetzt wohl noch die Kriegsschiffe.
Damit es nicht missverstanden wird. Verteidigungsminister Jung könnte mit "gutem Beispiel" vorangehen. Das kann den Vorteil haben, dass in Zukunft besser überlegt wird, ob das knapper werdende Geld nicht nützlicher eingesetzt werden kann.
Wie wäre es, wenn sie ihren Befreiungsgeist nicht mal ihren eigenen Füssen anvertrauen, dann müssen sie nicht mehr nichts ahnende Soldaten in die Welt schicken, die oft schwer erkennen können, wer da eigentlich gegen wen zu verteidigen ist.
Das Rumgeeier europäischer Marinen, die sich eher fürsorglich um die Lebensbedingungen der lieben Piraten bemühen werden -weil andernfalls zuhause bestimmte Bevölkerungsgruppen durchdrehen könnten- kann man sich auch gleich sparen.
Die russische Marine hat diese Probleme nicht, und wird sich auch sonst nicht auf der Nase rumtanzen lassen. Die Piraten haben sich sicher über die Fracht des o.g. Schiffes gefreut. Die Matrosen als Geisel zu nehmen, wird sich jedoch noch als schwerer Fehler erweisen.
irgendwie habe ich genau auf so einen kommentar gewartet, *kpfschüttel und weg*
Paging