Abschied vom Solidaritätsprinzip: Union und FDP planen offenbar, die Beiträge zur Pflegeversicherung durch einen Pauschalbeitrag zu ersetzen - bezahlt vom Arbeitnehmer.
Union und FDP planen laut einem Zeitungsbericht offenbar, die Kosten der Pflegeversicherung vermehrt den Arbeitnehmern aufzubürden. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe in der Unionsfraktionssitzung angekündigt, den bisher prozentual auf den Lohn bezogenen Beitrag Schritt für Schritt auf einen Pauschalbeitrag umzustellen, berichtete die Berliner Zeitung unter Berufung auf Sitzungsteilnehmer.
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Kanzlerin Angela Merkel strebt offenbar einen Pauschalbetrag bei der Pflegeversicherung an. (© Foto: ddp)
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Dies wäre ein schrittweiser Abschied von der solidarischen Finanzierung der Pflegeversicherung, da bei Pauschalbeiträgen der Arbeitgeberbeitrag wegfiele. Zunächst solle es nach Koalitionsplänen zusätzlich zur gesetzlichen Pflegeversicherung eine verpflichtende private Zusatzversicherung geben, schrieb das Blatt.
Merkel sagte dem Bericht zufolge nach Angaben von Sitzungsteilnehmern, der Wahlkampfspruch von Union und FDP, dass die Bürger künftig "mehr Netto vom Brutto" in ihren Geldbeuteln hätten, werde an diesem Punkt schwer einzuhalten sein. Dies habe sie auch mit steigenden Pflegekosten wegen der Überalterung der Gesellschaft erklärt.
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(AFP/bavo)
Bildung in Europa
wenn ich bei vielen Forumteilnehmern und Mitbürgern feststelle, daß sie den Wahlversprechungen der Parteien und Politiker glauben. Die Wahlen sind bei uns, wie die gesamte Demokratie total verkommen. Sie haben mit Volksherrschaft und Volkes Interesse nichts mehr gemein. Das ganze System ist mit Gesetzen und Vorschriften so abgesichert, daß am Ende immer ein Wahlergebnis steht, mit dem die Hundts und Ackermänner gut weitermachen können. Sie halten sich mit den großzügigen Parteienspenden und der Steuerfinanzierung der Parteien ein solches Politikerarsenal, was nie vergißt, wessen Brot es isst. Und wenn mal einer an Volkes Meinung scheitert, bekommt er einen hochbezahlten Posten in der Wirtschaft, bei Banken und Versicherungen. Gescheiterte mittlere Parteibonzen werden im Staatsapparat oder bei den vielen Vorständen von Krankenkassen usw. untergebracht. Sind die Banken oder Großkonzerne in Gefahr, dann bedankt sich die Politik für die Parteienspenden mit einer den Politikern nie zugetrauten Solidarität. Mit Steuergeldern wird auf Pump der weitere Parteienspendenfluß gesichert. Solidarität mit dem kleinen Mann gibt es bei den Politikern nur mit Worten und selten mit Taten..
Am Ende zahlt wie immer der kleine Mann, der arbeitende Mensch und die Unterschicht. Oder kennt einer eine Wahl in der Bundesrepublik, wo Versprechungen eingehalten wurden.
Das nennt man originell: die Versicherten sollen mehr zahlen. Die Regierung als Vorzimmer zur Versicherungswirtschaft - wenn das keine Innovation ist!
aber manche Menschen sind gleicher als andere ...
nicht ganz so frei nach George Orwell´s "Animal Farm"
Wer erwartet hatte, dass "Raubtierkapitalisten" und "Sozialdarwinisten" sozialere "Borstentiere" seien, als die "KPDSU-Borstentiere" in George Orwell´s Fabel - dem / der hilft die späte Einsicht jetzt auch nicht mehr ...
Hier läuft jetzt ein Uhrwerk ab, das in den NEOCONservativen "Think-Tanks" - allen voran die "INSM" und der "Konvent für Deutschland" - ersonnen wurde ...
Und wer will heute noch ernsthaft daran zweifeln, dass auch die ganzen Seeheimer um Clement und Schröder daran fleissig mitgewerkelt haben - und noch immer mitwerkeln ... :-((
Sie machen genau das, was man von ihnen erwarten konnte - und Herr Hundt diktiert schon das naechste Projekt, sparen bei den Arbeitslosen.
Wenn einen die Auswirkungen nicht irgendwie selber traefen, koennte man sich den ganzen Tag kringeln ueber all diejenigen, die sowas gewaehlt haben!
Wenn ich mir hier das Herumgeheule von CDU- und FDP-Wählern ansehe (man kennt sich ja im Forum), dann kann ich eine gewisse Befriedigung nicht verhehlen. MIR jedenfalls war das schon vor der Wahl klar.....
Ja, meine lieben bürgerlichen Realisten (so seht Ihr Euch doch gerne) - willkommen in der Wirklichkeit....
Hach, Eure enttäuschten Kommentare sind mir die zusätzlichen Beiträge zur Pflegeversicherung fast wert (eigentlich müsste ich sogar noch Vergnügungssteuer bezahlen).
Paging