Persischer Golf Iran testet Raketen nahe US-Kriegsschiff

US-Militärs sprechen von einem "hochprovokativen Akt". Die Vorwarnzeit soll lediglich 23 Minuten betragen haben.

"Hochprovokativ, gefährlich und unprofessionell"

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach US-Angaben im Persischen Golf Raketen in unmittelbarer Nähe eines US-Kriegsschiffes abgefeuert.

Die Aktion stelle einen "hochprovokativen Akt" dar, sagte der Sprecher des US-Zentralkommandos Kyle Raines in Washington. Nach seiner Darstellung schossen die iranischen Elitesoldaten mehrere Raketen im Golf ab, als der US-Flugzeugträger "Harry S. Truman" auf einer Routinedurchquerung des Gebietes war. Die Iraner hätten nur eine extrem kurze Vorwarnzeit von 23 Minuten gegeben.

Schüsse wurden nicht direkt auf US-Schiff abgegeben

Das US-Kriegsschiff sei teilweise nur rund 1500 Meter vom nächsten Raketeneinschlag entfernt gewesen. Die Schüsse seien aber nicht direkt auf das US-Schiff abgegeben worden, sagte Raines. "Diese Aktionen waren hochprovokativ, gefährlich und unprofessionell." Sie stellten auch infrage, ob Iran seinen Verpflichtungen für die Sicherheit in der extrem bedeutsamen internationalen Wasserstraße nachkomme.

Das US-Kriegsschiff ist Teil der internationalen Flotte, die sich an Luftangriffen gegen die Islamistenmiliz IS in Syrien beteiligt. Auch eine französische Fregatte und ein US-Zerstörer befanden sich demnach in der Gegend. Der Vorfall ereignete sich offenbar bereits am Samstag.