Die Gewalt im eroberten Zweistromland nimmt kein Ende: Bei Anschlägen und Gefechten sind am Wochenende im Irak mehr als 40 Menschen getötet worden.

Amerikanische Soldaten erschossen am Sonntag in der Bagdader Schiiten-Vorstadt Sadr-City zehn Anhänger des radikalen Predigers Muktada al-Sadr. Augenzeugen sagten, die Amerikaner hätten in dem Armenviertel zuvor mehrere Mitglieder der Miliz der Sadr-Bewegung gefangen genommen.

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Ein Selbstmordattentäter riss im Osten der Stadt nach Angaben des Sender Al-Arabija mit einer Autobombe 13 Polizisten mit in den Tod. Augenzeugen berichteten, acht Zivilisten seien verletzt worden.

Sechs Zivilisten starben in Hilla durch die Explosion eines auf einem Fahrrad montierten ferngezündeten Sprengsatzes. 15 weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Bei Angriffen in der nordirakischen Provinz Salaheddin kamen am Wochenende elf Menschen ums Leben.

Die US-Armee bestätigte unterdessen, dass ihre Soldaten am Freitag in Duluija Gemeinderatschef Dschubar Attija Saud und einen Polizeioffizier erschossen hatten. Das Militär sprach von "Terroristen". Augenzeugen hatten zuvor berichtet, US-Truppen hätten den Gemeinderatsvorsitzenden und zwei Polizeioffiziere hingerichtet.

Der sunnitische Rat der Religionsgelehrten des Irak warf der US-Armee am Sonntag vor, sie habe eines ihrer bekanntesten Mitglieder getötet. Der Rat erklärte unter Berufung auf Augenzeugen, amerikanische Soldaten hätten Scheich Mawlud al-Turki, den Imam einer Moschee in Bagdad erschossen, als der 70-Jährige mit seiner Frau und einem Fahrer im Auto unterwegs war. Ein Sprecher der US-Armee in Bagdad erklärte, er wisse nichts von dem Vorfall.

Bei einem Selbstmordanschlag in Bagdad wurden am Samstag vier Menschen getötet. Wie die Polizei mitteilte, fuhr ein Selbstmordattentäter mit seinem Wagen in eine Polizeipatrouille. Drei Polizisten und der Verkäufer in einem nahe gelegenen Kiosk starben. Mindestens sieben andere Iraker wurden verletzt.

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(dpa)