"Aggressives Manöver": Das Pentagon ist empört, weil chinesische Boote ein amerikanisches Kriegsschiff im südchinesischen Meer bedrängt haben sollen.

Fünf chinesische Boote sind einem amerikanischen Kriegsschiff im südchinesischen Meer gefährlich nahe gekommen und habe es nach US-Angaben bedrängt. Das Verteidigungsministerium in Washington sprach am Montag von "aggressiven Manövern" der chinesischen Boote.

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Die "USNS Impeccable" habe sich zum Zeitpunkt des Vorfalls zu Routineaufgaben in internationalen Gewässern befunden, teilte das Pentagon mit. "Wir erwarten von China, dass es sich an internationale Regeln hält", sagte US-Regierungssprecher Robert Gibbs. Nach US-Angaben ist der Vorfall vom Sonntag der jüngste einer ganzen Reihe ähnlicher Vorkommnisse in den vergangenen Tagen.

Die chinesischen Boote hätten das US-Schiff umzingelt, zwei von ihnen seien der "Impeccable" bis auf 16 Meter nahegekommen. Die Besatzung habe als Antwort eines der chinesischen Boote aus einem Löschschlauch bespritzt. Dessen Mannschaft habe sich daraufhin bis auf die Unterwäsche ausgezogen. Das amerikanischen Schiff habe nur knapp eine Kollision vermeiden können, als sich zwei der chinesischen Boote in seinen Weg gestellt hätten, hieß es vom Pentagon weiter.

"Wir erwarten von chinesischen Booten, dass sie sich verantwortlich und nicht provokant verhalten", sagte Ministeriumssprecher Major Stu Upton. Andernfalls drohe der Verlust von Menschenleben durch Unfälle.

Die "USNS Impeccable" unterstützt die US-Marine, indem die mit Sonargeräten U-Boote und andere Gefahren für Kriegsschiffe aufspürt. Unter den fünf chinesischen Booten war nach amerikanischen Angaben auch eines, das zum Sammeln von Geheimdienstinformationen verwendet wird.

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(dpa/af)