Auf dem absoluten Tiefpunkt angekommen: Mit den lasziven Fotos von Gabriele Pauli geht ein politisches Märchen zu Ende, das interessant hätte werden können, dann aber ein tragisches Ende fand.
Es war einmal eine gestandene Kommunalpolitikerin namens Gabriele Pauli, Landrätin des Kreises Fürth seit 17 Jahren, Sprecherin ihrer mittelfränkischen Berufskollegen und Mitglied im CSU-Vorstand.
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Sie legte sich mit Edmund Stoiber an, woraufhin ein enger Mitarbeiter desselben in ihrem Privatleben nach Männergeschichten und etwaigen Alkoholproblemen schnüffelte. So wurde aus Pauli ein Opfer, das sich fortan gegen Machenschaften politisch Mächtiger stemmte.
Auf ihrem "Alleingang im Namen vieler" war sie stellvertretend für jene unterwegs, die selbst zu feige waren, um für mehr Ehrlichkeit in der CSU und der Politik allgemein zu kämpfen. Dann aber brach Gabriele Pauli ihr Wort: Ihr gehe es im Gegensatz zu all den bösen Drachen nur um die Sache, nicht um sich selbst, hatte sie immer gesagt. Und deshalb werde sie auch nach 2008 Landrätin in Zirndorf bleiben.
Doch die grellen Scheinwerfer in den vielen Fernsehtalkshows, in denen sie inzwischen hofiert wurde, hatten sie berauscht. Sie wähnte sich zu Höherem berufen, dabei stand sie schon im Nichts. So mutierte die Politikerin zum flüchtigen Showgirl. Sie tingelte durch immer seichtere TV-Shows, redete immer mehr und hatte doch immer weniger zu sagen.
Jetzt ist sie auf dem absoluten Tiefpunkt angekommen beziehungsweise im Fotostudio von Park Avenue, wo sie sich einer Domina gleich in enger Lack- und Gummihaut samt lustiger Perücke ablichten ließ. Ihre CSU-Parteifreunde und andere, die sie vor ein paar Wochen noch ernst genommen hatten, verlachen sie nur noch.
Also prügelt sie enttäuscht auf den Chefredakteur ein, weil der die Grenzen seriöser Berichterstattung überschritten habe und die Fotos irgendwie ganz anders gemeint gewesen seien. In der Bunten versucht Pauli noch einmal ein bisschen Politik zu spielen. Sie kokettiert nun mit ihrem Austritt aus der CSU, weil man sie dort nicht mehr lieb hat.
Damit geht ein politisches Märchen zu Ende, das interessant hätte werden können, dann aber tragisch verlief und am Ende die Heldin in aller selbstverliebten Peinlichkeit grausam entlarvte - als Lady Latex der CSU.
(SZ vom 29.03.2007)
Szene München
Diese Dame hat eine krankhafte Geltungssucht. Frau Pauli passt bestens in diese Gesellschaft CSU. Diese ganze Führungsriege ist so krank
Heute im Radio (WDR 2):
"Die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) sucht 100.000 Erzieherinnen. Warum fragen die nicht Gabriele Pauli? Die hat doch gerade ihre Bewerbung abgegeben."
:-D
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Eine Frau hat sich mit Perücke und Handschuhen fotografieren lassen.
Unglaublich.
Darf dat dat?
Jetzt also auch die SZ!
Die Fotos sind doch vollkommen egal!
Ich find sie zwar nicht besonders stilsicher, eher ein bißchen flach, aber an der Person Pauli ändert dies nichts!
Paging