"Schlag gegen die Führung": Die palästinensische Fatah vollzieht nach 20 Jahren einen Generationswechsel. Auch Marwan Barghuti, als Nachfolger von Fatah-Chef Abbas im Gespräch, sitzt nun im Zentralkomitee.
Die Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat einen seit langem geforderten Verjüngungsprozess eingeleitet. Zugleich wählten die rund 2500 Delegierten mehrere prominente Vertreter aus dem als korrupt geltenden Führungszirkel von Ex-Präsident Jassir Arafat in das einflussreiche Zentralkomitee.
Beim ersten Parteitag der Fatah seit 1989 haben Neuwahlen zu einem Generationswechsel im Zentralkomitee geführt. (© Foto: dpa)
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Es war der erste Fatah-Parteitag seit 20 Jahren. Die offiziellen Endergebnisse der Wahlen zum Zentralkomitee sollen nach Angaben der Wahlkommission im Laufe des Tages bekanntgegeben werden. Bei der Wahl konnten den Angaben zufolge nur drei Mitglieder der alten Garde ihren Sitz verteidigen.
Neue Fatah-Führung mit kontroversen Gesichtern
Zu den prominentesten Verlierern gehört der frühere palästinensische Regierungschef Ahmed Kureia. Zu den neuen Gesichtern im Zentralkomitee gehören kontroverse Fatah-Politiker wie die beiden ehemaligen Geheimdienstchefs für das Westjordanland, Dschibril Radschub, und den Gazastreifen, Mohammed Dahlan. Ihnen wird unter anderem Folter von politischen Gegnern vorgeworfen.
"Mit dieser Wahl gibt es eine neue Zukunft für die Bewegung, eine neue demokratische Ära", sagte Dahlan. Der ehemalige Berater von Jassir Arafat, Dschibril Radschub, sprach von einem "Schlag gegen eine Führung, die die Bewegung viel zu lange monopolisiert hat".
Ebenfalls mit dabei ist der 50-jährige Marwan Barghuti. Er war 2002 von der israelischen Armee festgenommen und 2004 wegen fünffachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der frühere Fatah-Chef im Westjordanland gilt als führender Kopf der zweiten palästinensischen Intifada gegen Israel und wird als Nachfolger von Abbas gehandelt. Bei den Palästinensern genießt er bis heute großes Ansehen.
Auch der langjährige Unterhändler Sajeb Erakat wurde neu in das Komitee gewählt. Ein großer Teil der Welt warte darauf, dass die gemäßigten Palästinenser ihre Autorität stärken und wieder die Kontrolle über den Gazastreifen erlange, sagte Erakat. Dieser Teil des Autonomiegebiets wird von der radikalislamischen Hamas regiert.
Dem neuen Zentralkomitee gehören künftig 23 statt bislang 21 Mitglieder an. Außer den 18 neu gewählten Fatah-Mitgliedern werden vier weitere zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt. Palästinenserpräsident Abbas hat dabei das Vorschlagsrecht. Er wurde bereits am Wochenende per Handabstimmung an der Spitze der Fatah bestätigt.
Das Zentralkomitee ist das Entscheidungsgremium der Fatah. Außerdem wählte der Parteitag in Bethlehem 80 der 120 Mitglieder im Revolutionsrat. Dazu lagen zunächst keine Ergebnisse vor. Ursprünglich sollten die Mitglieder der beiden Gremien bereits am vergangenen Donnerstag gewählt werden, wegen Streitigkeiten wurden die Abstimmungen aber immer wieder vertagt. Der letzte Parteitag der Fatah fand 1989 in Tunis statt.
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(dpa/AP/AFP/af/mikö)
Bundespräsident Gauck
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Seriöse Diskussion mit Carsten? Sie "Naivling" ;-) (nicht bös` gemeint)
Der kennt nur schwarz und weiß...
Danke für 16.29.
Genau das zeichnet die Brachialrhetorik des Users aus. Unerbittlich werden haarklein die angeblichen und tatsächlichen Grausamkeiten oder Ungerechtigkeiten der einen, unliebsamen Seite seziert (da wird dann fortwährend von 'Babys, Frauen', etc.) geredet, während der Anteil der anderen Seite ganz unter den Teppich gekehrt wird.
So werden dann Achmadinedschad (Protegierung der korrupten Revolutionsgarden, Unterstützung von Terroranschlägen, drakonische, blutige Verurteilungen jeder Andersartigkeit in der iranischen Gesellschaft) und die Hamas (gewaltsame Ausschaltung von Opposition, bewusstes Verstecken unter der Zivilbevölkerung) zu Helden und Wohltätern hochgejubelt.
Kein Fünkchen der Grautöne, die nun einmal die Realität der Erde ausmachen, nur Agitieren.
Mit Ihren simplifizierenden, die Wirklichkeit entstellenden Suggestivfragen wollen Sie offensichtlich Ihre antisemitischen Ausfälle rechtfertigen. Das funktioniert natürlich nicht.
Wenn Sie sagen, daß 91 Prozent der Juden in Israel das Abschlachten der hilflos eigesperrten Palästinenser in Gaza unterstützen, ist das antisemitisch.
Ein seriöser Diskurs über den Nahost-Konflikt ist auf so eine Art und Weise nicht möglich.
Waren die Menschen hilflos eingesperrt, Ja oder Nein?
Gibt es ein vergleichbares militärischen Potential auf beiden Seiten, Ja oder Nein?
Ist das Abwerfen von mehr als tausend Tonnen Bomben einschliesslich Phosphorbomben aus der Luft auf 1.5 Millionen Menschen, denen jede Fluchtmöglichkeit genommen wurde, ein heldenhafter Kmpf gegen einen gleichwertigen militärischen Gegener oder ein Abschlachten von grossteils wehrlosen Menschen?
Haben 91% der jüdischen Israelis das gewollt, Ja oder Nein?
Da haben sie ihre Antwort!
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