Sarah Palin begeistert mit furchtlosen Angriffen auf Barack Obama die Delegierten. Auch John McCain ist zufrieden und posiert nach der Rede mit der Palin-Family. Wenig später wird das Duo der Republikaner offiziell nominiert.
Der Mann, der sich "First Dude" nennt, wiegt sein Baby in den Armen und blickt voller Hingabe auf die Bühne. Dort steht seine Frau Sarah, Gouverneurin von Alaska und designierte Vizepräsidentin der Republikaner. Tosender Jubel brandet durch die Sportarena von St. Paul. Minutenlang kommt Palin nicht zu Wort.
Mächtig stolz auf ihre "Mom": Sarah Palins Familie lässt sich nach der Rede demonstrativ von den Delegierten bejubeln. (© Foto: Reuters)
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Sie kann nichts anderes tun, als den Delegierten zuzuwinken - und ihrer Familie. Ihrem Ehemann Todd, den Söhnen Track und Trig und den Töchtern Bristol, Willow und Piper. Vergangene Woche war Palin ein Niemand aus Alaska vom Ende der Welt. Diese Woche ist sie der Star der Republikaner.
Palin ist die politische Überraschung des Jahres und in der heutigen Nacht hebt sie zu einer verblüffender Rede an. Wer gedacht hätte, die Debatte um die Schwangerschaft ihrer 17-jährigen Tochter Bristol, die Amerika tagelang beschäftigte, habe die Gouverneurin eingeschüchtert, sieht sich getäuscht: Palin geht furchtlos in die Offensive.
Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama wolle Wandel, um die eigene Karriere voranzutreiben, ruft sie. Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain dagegen wolle seine Karriere vorantreiben, um Wandel zu bringen. Das Präsidentenamt der USA sei nicht dazu gedacht, als Reise zur "persönlichen Entdeckung" zu dienen.
"Der Republikaner, der die machohafteste Rede des Abends gehalten hat, ist eine Frau", schwärmte Alex Castellanos, konservativer Kommentator im Fernsehsender CNN. Und der sonst eher nüchterne Moderator Wolf Blitzer resümierte verzückt: "Heute ist ein Stern geboren worden in Amerika." Bei MSNBC hieß es: "Das war mehr als passabel" und der konservative Sender Fox schwärmte: "Brillant, ein unglaublich effektiver Auftritt."
Sprachrohr des ländlichen Amerikas
Palin stellt sich als typische Amerikanerin und liebevolle Mutter vor. Ihre Familie habe Herausforderungen zu meistern, wie alle anderen auch, sagt sie - eine Anspielung auf die Schwangerschaft ihrer 17 Jahre alten unverheirateten Tochter Bristol.
Und sie beweist Humor. "Kennt ihr den Unterschied zwischen einer Hockey-Mom und einem Pitbull?", fragt Palin in den Saal. "Lippenstift!" Die Delegierten biegen sich vor Lachen. Die Gouverneurin von Alaska schwingt sich in dieser Nacht zum Sprachrohr des ländliches Amerikas auf.
Dabei sind die Inhalte ihre Rede jenseits der entschlossenen Attacken auf Obama so überraschend wie Schneefall in Anchorage. Sie stimmt den typisch republikanischen Dreiklang aus Vaterland, traditionellen Werten und nationaler Sicherheit an. Und sie gibt den Delegierten ein altes Versprechen: Sie werde dem Hochmut im vermeintlich liberalen Washington den Kampf ansagen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie sich Sarah Palin über die Journalisten in Washington äußert.
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Bildung in Europa
Ich war zwar nicht angesprochen, aber da ich einen Link zur Thematik greifbar habe:
http://derstandard.at/PDA/?id=1220457314294
Interessanter und vollständiger erscheinen mir die Einzelnachweise 11 und 12 zu
http://de.wikipedia.org/wiki/Sarah_Palin
Entschieden (bzgl. Amtsmissbrauch) ist noch nichts, aber es war zumindest keine von vornerherein als haltlos gewertete Anschuldigung, weshalb nach diversen Zeitungsberichten eine Untersuchung eingeleitet wurde.
Beim Wikipedia-Artikel findet man unter Nachweis 10 noch eine andere Sache, welche zumindest das aufgebaute Image als absolut gesetzestreue Sauberfrau leicht ankratzt. (Unangemeldete Beteiligung an einer Waschstraße, die geschlossen wurde, weil sie ihre Steuern nicht bezahlt hatte.) Dort gibt es auch einen Kommentar mit der ebenfalls aufgetauchten Behauptung, das Baby sei in Wirklichkeit von Bristol und die aktuelle somit deren zweite Schwangerschaft. Der postet weitere Links, die ich aber noch nicht nachlesen konnte.
Lesen sie hierzu den entsprechenden Artikel der Süddeutschen (E-Mail belastet....)
@Python11 Sie schrieben:"dass sie wohl einen Beamten hat rauswerfen lassen, weil der sich von ihrer Schwester scheiden lassen hat/will/wollte (Amtsmissbrauch).... "
Wissen Sie die näheren Umstände und können uns diese erklären?
Wozu eigentlich das ganze Spiel?
Gebührt der Frau die Aufmerksamkeit?
Manchmal muß ich doch über die NYT lachen.
die Menschen in Saudi-Arabien ticken auch anders, ich möchte trotzdem nicht von deren religiös fundamentalistischer Einstellung abhängig sein. Wie die Menschen in Amerika ticken, ist mir völlig egal, das dürfen die Amerikaner halten wie sie wollen. Es ist mir nicht egal, dass sie ihre Sicht der Dinge, ihre Politik, ihr Weltbild, der ganzen übrigen Welt überstülpen wollen. Nach dem Motto: "...und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt" Darüber dass die Mentalitäten unterschiedlich sind gibt es keinen Zweifel. Aber Menschen die mit realitätsfernen Formeln und abwegigen Begründungen Politik bis hin zum Krieg und zur Vernichtung von Menschen betreiben sind mir suspekt, und ich möchte deren Einfluss so gering wie möglich sehen... das hat mit dem eigenen Wohlbefinden zu tun, aber auch mit dem Wohlbefinden der vielen Millionen aufgeklärten Menschen in den USA die noch ein wenig mehr im Kopf haben als Knarren und Kirchen...
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