Die Grünen
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Die Grünen von Alexander van der Bellen werden sich wohl mit dem vierten Platz begnügen müssen (© Foto: Reuters)
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Die Grünen verlieren neuerdings, nachdem sie in den vergangenen Jahren große Erfolge feiern konnten. Die Partei hat aber immer noch keine breite Basis, sie vergreist. Zwar noch jung an Lebensjahren, sind viele ihrer Protagonisten im politischen Geschäft weit überaltert. Zudem sind ihre Hauptthemen Menschenrechte und Umwelt nicht der Hammer, mit dem man das populistische Eisen schmiedet, das alle anderen in im Feuer haben.
Sollten die großen Parteien abschmelzen, die FPÖ wachsen und die Grünen stagnieren, dann hieße dies, dass es zahlenmäßig zu keiner Koalition unter Beteiligung der Grünen reicht. Dann bliebe nur eine Alternative: Eine der Großparteien koaliert mit der FPÖ. Keine wird davor zurückschrecken, auch wenn sie heute Enthaltsamkeit schwören. Oder die große Koalition geht im Herbst in eine Neuauflage. Auch mit verändertem Personal - das wäre das letzte, was sich die Österreicher wünschen.
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(SZ vom 9.7.2008/bosw)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev