Partei Goldene Morgenröte Griechische Rechtsextreme dürfen bei Europawahl antreten

Der Chef der Goldenen Morgenröte sitzt in U-Haft - wegen des Verdachts der Gründung einer kriminellen Vereinigung. Zur EU-Wahl wird die rechtsextreme griechische Partei dennoch zugelassen, entscheidet das Oberste Gericht in Athen.

Die rechtsextreme griechische Partei Goldene Morgenröte (Chrysi Avgi) darf bei der Europawahl antreten. Das oberste griechische Gericht lehnte nach Medienberichten am Sonntag einen Antrag auf Nichtzulassung der Partei ab.

Hochrangige Mitglieder der Partei - darunter ihr Chef Nikolaos Michaloliakos - befinden sich in Untersuchungshaft. Michaloliakos wird die Gründung einer kriminellen Vereinigung zur Last gelegt. Dies hatte zu Forderungen geführt, die Partei von der Abstimmung auszuschließen.

Es wird erwartet, dass die Goldene Morgenröte bei der Wahl am 25. Mai stark abschneidet. Sie profitiert Umfragen zufolge vom Ärger der Griechen über Arbeitslosigkeit, Armut und Korruption im Land sowie über die strengen Sparauflagen im Zuge der Euro-Krise. Bei der griechischen Parlamentswahl 2012 erhielt die Goldene Morgenröte rund sieben Prozent der Stimmen. Derzeit liegt sie in Umfragen bei acht Prozent.