Dass die beiden großen Parteien ÖVP von Bundeskanzler Schüssel und die SPÖ vorne liegen werden, scheint sicher. Neben einer großen Koalition könnte aber eine weitere Alternative warten: Ein Bündnis mit den Grünen.

Bei schönstem Frühherbstwetter hat am Sonntag die Parlamentswahl in Österreich begonnen. Vor allem auf dem Land gingen die Bürger zum Teil schon vor der Messe zu den Urnen.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. (© Foto: dpa)

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In einigen kleinen Dörfern wurde die Wahl bereits nach wenigen Stunden für abgeschlossen erklärt. Insgesamt bewerben sich sieben Parteien landesweit um die 183 Sitze des Parlaments in Wien. 6,1 Millionen Österreicher sind wahlberechtigt. Bei der Wahl 2002 lag die Wahlbeteiligung bei rund 84 Prozent.

Nach letzten Meinungsumfragen könnte die konservative Volkspartei (ÖVP) von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel trotz erwarteter, leichter Verluste mit etwa 39 Prozent erneut stärkste Fraktion in der Volksvertretung werden. Die oppositionellen Sozialdemokraten lagen zuletzt um zwei bis drei Prozentpunkte hinter der ÖVP. Ein Kopf-an-Kopf Rennen wird von Experten dennoch nicht ausgeschlossen.

Ungewiss ist, mit welcher Partei der Wahlsieger koalieren wird. Mit Spannung erwarten Beobachter das Abschneiden der Grünen, die als möglicher Koalitionspartner für die beiden großen Parteien in Frage kommen.

Die rechtsgerichtete Freiheitliche Partei FPÖ könnte allerdings erneut drittstärkste Kraft im Nationalrat werden.

Schüssels bisheriger Koalitionspartner, das rechte "Bündnis Zukunft Österreich", würde den Umfragen zufolge ebenso an der in Österreich geltenden Vier-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament scheitern, wie die erstmals angetretene Bürgerliste des Brüsseler EU-Rebellen Hans-Peter Martin.

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(sueddeutsche.de/dpa)