Dänemarks Ministerpräsident Rasmussen hat sich bei der Wahl eine dritte Amtszeit gesichert. Die absolute Mehrheit hat seine Partei jedoch verloren.

Dänemarks Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen hat sich bei der Wahl am Dienstag trotz des Verlusts der absoluten Mehrheit eine dritte Amtszeit gesichert. Nach Abschluss der Stimmenauszählung in Kopenhagen stand fest, dass Rasmussens bisheriges Regierungslager die absolute Mehrheit knapp verfehlt hatte.

Gewinner mit Verlusten: Dänemarks Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen kann weiterregieren (© Foto: Reuters)

Anzeige

Der seit 2001 regierende rechtsliberale Ministerpräsident ist zur Fortsetzung seiner Regierungsarbeit auf Unterstützung angewiesen, möglicherweise durch einen unabhängigen Abgeordneten von den Färöer-Inseln. Rasmussens Partei "Venstre" ("Links") fiel von bisher 52 auf 46 Mandate und wurde damit zu einem der Verlierer dieser Wahl.

Der bisherige Rechtsblock mit den Konservativen und der rechtspopulistischen DVP erreichte zusammen 89 statt bisher 94 Sitzen. Rasmussen nannte die nun bevorstehende dritte Regierungsbildung unter seiner Führung "eine große Sache für Dänemark". Er werde sich um eine "breite Zusammenarbeit bei bevorstehenden Reformen" bemühen.

Die höchsten Stimmengewinne erzielten die Volkssozialisten, die ihren Anteil von 6 auf 13 Prozent mehr als verdoppeln konnten. Die Sozialdemokraten stellen mit 25,5 gegenüber bisher 25,8 Prozent die zweitstärkste Fraktion im neuen Folketing. Zugewinne erzielte die rechtspopulistische DVP, die mit 13,8 statt 13,3 Prozent erneut drittstärkste Kraft in Dänemark wurde.

Die höchsten Verluste mussten mit einem Rückgang von 9,2 auf 5,1 Prozent die Sozialliberalen verbuchen. Die Wahlbeteiligung lag mit 86,6 Prozent um 2,1 Prozentpunkten über der bei den Wahlen im Februar 2005.

Der 54-jährige Rasmussen hatte die Wahl um gut eineinhalb Jahre vorgezogen, um sich ein neues Mandat für seine Reformpolitik und Steuersenkungen zu sichern.

Leser empfehlen 

(dpa/Reuters/gal)