Zukunft der Gerechtigkeit möglich: Zum Abschluss seiner Nahost-Reise hat Papst Benedikt XVI. Jerusalem besucht und eine Botschaft der Hoffnung verkündet.

Papst Benedikt XVI. hat am letzten Tag seiner Nahost-Reise die Grabeskirche in Jerusalem besucht und die davon ausgehende christliche Botschaft der Hoffnung betont. Das katholische Kirchenoberhaupt küsste am Freitag die Stelle, an der Jesus nach seiner Kreuzigung begraben worden und vom Toten auferstanden sein soll, und verharrte minutenlang auf Knien in stillem Gebet.

Papst Benedikt XVI., dpa

In der Grabeskirche in Jerusalem küsste der Papst die Stelle, an der Jesus begraben und auferstanden sein soll. (© Foto: dpa)

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Bei einer Predigt an der Grabeskirche in Jerusalem sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, das leere Grab Jesu sei das sichtbare Zeichen dieser Hoffnung und zeige, dass "die Liebe stärker als der Tod" sei.

Das Evangelium versichere, dass Gott alles erneuern könne, "dass Geschichte sich nicht wiederholen muss, dass Erinnerungen geheilt werden können, dass die bitteren Früchte von gegenseitigen Schuldzuweisungen und Feindseligkeit überwunden werden können, und dass eine Zukunft der Gerechtigkeit, des Friedens, des Wohlstands und der Zusammenarbeit für jeden Mann und jede Frau entstehen kann, für die gesamte Menschheitsfamilie, und in einer besonderen Weise für die Menschen, die in diesem Land wohnen."

Vor seiner Abreise aus Israel hat der Papst außerdem das armenische Patriarchat in der Jerusalemer Altstadt besucht. In der Kathedralkirche des heiligen Jakobus würdigte er am Freitagmorgen die "erheblichen Fortschritte" in den Beziehungen zwischen beiden Kirchen.

Am Nachmittag sollte der Papst am Flughafen von Tel Aviv verabschiedet werden und nach Rom zurückfliegen. Er hatte in den vergangenen acht Tagen Jordanien, Israel und die Palästinensergebiete besucht. Der erste Teil der Reise war von einer Kontroverse über eine Rede an der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem geprägt.

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(Reuters/ddp-bay/af/mati)