Pakistan Sieben Tote bei Angriff auf Hilfsorganisation

In Pakistan sind erneut Mitarbeiter eines Hilfswerks Opfer eines Anschlags geworden: Sieben Menschen sterben, als Unbekannte ihren Kleinbus beschießen. Möglicherweise wurden sie mit Impfhelfern verwechselt, deren Arbeit die Taliban verhindern wollen.

In Pakistan sind in einem Hinterhalt sechs Mitarbeiterinnen einer einheimischen Hilfsorganisation und ein Arzt getötet worden. Sie seien im Bezirk Swabi rund 75 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Islamabad unterwegs gewesen, als Unbekannte den unmarkierten Minibus des Hilfswerks beschossen hätten, teilte die Polizei am Dienstag mit. Das Fahrzeug sei in Flammen aufgegangen. Der Fahrer wurde den Angaben zufolge schwer verletzt.

Die sechs Frauen und der Mann waren demnach auf dem Heimweg von ihrer Arbeit in einer Einrichtung für Kinder. Wer hinter der Tat steckt, war zunächst unklar. Der Chef der Organisation, Javed Akhtar, sagte, möglicherweise seien seine Kollegen mit Impfhelfern verwechselt worden.

In Pakistan geraten Mitarbeiter von Hilfsorganisationen immer wieder ins Visier von Aufständischen. Bei einer Impfaktion waren vergangenen Monat in dem von Kriminalität und Korruption gebeutelten Land neun Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden von Unbekannten getötet worden. Die radikal-islamischen Taliban hatten damals jede Verantwortung zurückgewiesen. Allerdings ist auch bekannt, dass die Taliban gegen Impfprogramme sind.