In der pakistanischen Stadt Rawalpindi gab es während des Freitagsgebets einen Anschlag auf eine Moschee. Mehrere Menschen wurden getötet.

Bei einem verheerenden Terrorangriff auf eine Moschee der pakistanischen Streitkräfte sind in der Garnisonsstadt Rawalpindi mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Generäle.

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Pakistanische Soldaten gehen vor der Moschee in Rawalpindi in Position: Bei einem Anschlag wurden hier mehrere Menschen getötet. (© Foto: AFP)

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Wie der Polizeichef der Stadt, Aslam Tareen, am Freitag mitteilte, wurden über 80 weitere Menschen mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert.

Nach Angaben eines Armeesprechers stürmten mindestens zwei Bewaffnete die Moschee nahe des Armee-Hauptquartiers. Im Inneren hätten die Attentäter Sprengsätze gezündet und auf die Betenden gefeuert bis sie von Sicherheitskräften erschossen worden seien.

Nach Angaben des Senders Dawn sind unter den Toten zwei amtierende Zwei-Sterne-Generäle. Der ehemalige Vizechef des Militärs, Mohammad Yousuf, sei verletzt worden.

Ein Armeesprecher bestätigt gegenüber der Deutschen-Presse Agentur dpa, dass "einige ranghohe Offiziere" unter den Opfern seien. Einzelheiten nannte er nicht. Pakistanische Medien berichteten, in der Moschee seien zahlreiche Soldaten und Offiziere zum Freitagsgebet gewesen.

Innenminister Rehman Malik machte die radikal-islamischen Taliban für den Angriff verantwortlich. Bislang bekannte sich jedoch niemand zu der Tat.

Seitdem das pakistanische Militär verstärkt gegen die Taliban in deren Hochburgen an der Grenze zu Afghanistan vorgeht, verüben Extremisten immer wieder Anschläge gegen Einrichtungen der Sicherheitskräfte sowie zivile Ziele.

In Rawalpindi, das direkt neben der Hauptstadt im Norden des Landes liegt, griff Anfang Oktober ein Taliban-Kommando das Hauptquartier der Streitkräfte an und tötete 23 Menschen. Dutzende wurden als Geiseln festhalten. Spezialeinheiten benötigten mehr als 20 Stunden, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen. Wenige Wochen später starben bei einem Selbstmordanschlag auf einem Basar in der Stadt Peshawar mindestens 105 Zivilisten. Der Anschlag gilt als der blutigste in Pakistan seit zwei Jahren.

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(dpa/bica)