Ein Selbstmordattentäter hat während einer Leichenprozession im Nordwesten Pakistans mindestens 20 Menschen mit in den Tod gerissen. Mehr als 50 Personen wurden verletzt.

Mehr als 50 weitere Personen wurden zudem nach Polizeiangaben verletzt, als sich der Täter in die Luft sprengte. Viele befänden sich in kritischem Zustand. Die Polizei verhängte eine Ausgangsperre in der Ortschaft Dera Ismail Khan. Dort waren die Anschlagsopfer zusammengekommen, um eines Schiiten zu gedenken, der am Vortag erschossen worden war.

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Etwa 1000 Menschen hatten an der Beisetzung teilgenommen. Nach dem Anschlag richtete sich der Zorn der Menge gegen die Polizisten, die zum Tatort eilten. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Blutbad. Das Verhältnis zwischen der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit und der sunnitischen Minderheit in Pakistan ist sehr gespannt.

In dem Ort Dera Ismail Khan kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten. Er befindet sich in der Nähe von Süd-Waziristan, wo es zahlreiche Anhänger der radikal-muslimischen Taliban und Al-Qaida gibt.

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(Reuters/dpa/mati)