Bei einem Anschlag im Nordwesten Pakistans sind mehrere Menschen getötet worden. Außerdem detonierte beim Polizeihauptquartier in der Hauptstadt Islamabad eine Bombe.

Pakistan ist erneut von mehreren Anschlägen erschüttert worden. Bei einem Bombenanschlag im Nordwesten Pakistans sind zehn Menschen getötet worden, darunter vier Kinder.

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Fernsehstationen zeigen Bilder vom Anschlagsort in Islamabad. (© Foto: AP)

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Der am Straßenrand versteckte Sprengsatz detonierte nach Behördenangaben in der Region Dir, als ein Fahrzeug mit Gefangenen vorbeifuhr. Unter den Toten waren demnach zwei Polizisten und vier Häftlinge, zehn Menschen erlitten Verletzungen.

Bei der Detonation einer Bombe in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad wurden mehrere Menschen verletzt. Offenbar habe ein Selbstmordattentäter ein Gebäude der Anti-Terror-Polizei mit einem mit Sprengstoff beladenen Wagen gerammt, sagte ein Beamter.

Der Anschlag soll auf dem Gelände Polizeipräsidiums verübt worden sein. In dem Komplex sind mehrere tausend Polizisten stationiert. Zum Zeitpunkt des Anschlags sollen sich im Hauptgebäude auf dem Polizeigelände nur wenige Beamte aufgehalten haben, sagte ein Polizist.

Starke Druckwelle

Nach Angaben von Polizeichef Asghar Gardaizi lieferte kurz vor der Explosion ein Mann Süßigkeiten in dem Gebäude ab. Es werde ermittelt, warum ein ziviles Fahrzeug auf das Areal der Polizeikräfte fahren durfte. Gardaizi sprach von mindestens vier Verletzten, zuvor war von neun Opfern die Rede gewesen.

Nach Medienberichten soll es sich bei dem Angriffsziel um ein von der Anti-Terror-Einheit der pakistanischen Polizei genutztes Gebäude handeln. Ein Anwohner sagte, durch die Druckwelle der Explosion seien die Fensterscheiben der umliegenden Gebäude zerstört worden. Der Vorfall werde untersucht, teilte die Polizei mit. Rettungskräfte eilten zu dem Ort der Explosion.

Der Anschlag ereignete sich, als das Parlament zu Beratungen über die Sicherheitslage in Pakistan zusammenkam. Wegen der Parlamentssitzung galten in der Hauptstadt scharfe Sicherheitsvorkehrungen.

Am 20. September wurden bei einem Selbstmordanschlag auf das Marriott-Hotel in Islamabad mehr als 50 Menschen getötet.

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(AFP/AP/Reuters/gal)