Der Streit zwischen Islamabad und den USA eskaliert: Pakistan will ein weiteres Eindringen der US-Truppen nicht tolerieren. Das Militär hat Feuerbefehl.

Pakistan will weitere Angriffe von US-Truppen auf eigenem Gebiet nicht hinnehmen. Heeressprecher Generalmajor Athar Abbas sagte der Nachrichtenagentur AP am Dienstag, die Militärführung habe die Kommandeure angewiesen, weitere derartige Angriffe zu verhindern.

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Pakistan will Angriffe von US-Truppen auf eigenem Gebiet nicht weiter hinnehmen. Notfalls sollen die Soldaten das Feuer eröffnen. (© Foto: AP)

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Wenn klar sei, dass die fremden Truppen die Grenze überschritten hätte, dann hätten die eigenen Einheiten den Befehl "das Feuer zu eröffnen". Er weiteres Eindringen werde nicht toleriert.

Damit ist der Streit zwischen Islamabad und Washington weiter deutlich eskaliert. Die Regierung in Islamabad hatte schon in scharfer Form in Washington protestiert, nachdem eine US-Kommandoeinheit am 3. September mit Hubschraubern von Afghanistan in die pakistanische Region Süd-Waziristan geflogen war, um eine Stellung muslimischer Extremisten anzugreifen.

Pakistan ist einer der wichtigsten Verbündeten der USA im Kampf gegen den Terror und vor allem bei der Bekämpfung der Terrororganisation al-Qaida, deren Chef Osama bin Laden in der Grenzregion von Afghanistan und Pakistan vermutet wird.

US-Militärkommandeure werfen Pakistan vor, nicht genug gegen die Taliban und andere militante Gruppen zu unternehmen, die immer wieder von Pakistan nach Afghanistan vordringen. Die Grenzregion gilt als ihr Rückzugsgebiet. Pakistan verweist darauf, dass jetzt schon 100.000 Soldaten in der unübersichtlichen bergigen Grenzregion stationiert sind.

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(AP/dmo/bica)