Linken-Chef Oskar Lafontaine präsentiert sich selbstbewusst - und hält gar ein Comeback als saarländischer Ministerpräsident für denkbar. Ein Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung über den Fall Zumwinkel, die Fehler des Finanzministers bei der IKB-Bank, Sektierer in seiner Partei und den Krieg in Afghanistan.
Oskar Lafontaine kann sich derzeit im Aufwind fühlen. Nach dem Einzug der Linken in die Landtage von Hessen und Niedersachsen ist er seinem Ziel näher gekommen, die Partei zu einer gesamtdeutschen Kraft zu machen.
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Oskar Lafontaine: "Die Saarländer kennen meine Arbeit" (© Foto: dpa (Archiv))
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SZ: Wollen Sie auch die Stasi zurück, so wie die niedersächsische Linken-Abgeordnete Christel Wegner?
Lafontaine: Das war eine spinnerte Äußerung. Unsere niedersächsische Linke und die Landtagsfraktion haben Wegner deshalb zur Niederlegung ihres Mandats aufgefordert. Damit ist für mich die Sache erledigt.
SZ: Selbst ihr Ko-Fraktionschef Gysi beklagt die vielen linken Sektierer im Westen. Gibt es bei Ihnen zu viele rote Schafe?
Lafontaine: Dieses Problem hat doch jede Partei, die neu entsteht. Das kennen Sie doch von den Grünen. Bei denen sind ja ehemalige K-Gruppen-Mitglieder sogar zu Ministerehren gekommen. Der Zulauf in unsere Partei wird dieses Wehwehchen heilen. Im Saarland sind aus 130 schon 2000 Mitglieder geworden.
SZ: Auf den Listen der Linken finden sich trotzdem reichlich eigenartige Gestalten.
Lafontaine: Mit dieser Einschätzung wäre ich vorsichtig. Ich kenne das Personal der anderen Parteien sehr gut. Es ist keineswegs so, dass unser Personal schlechter wäre als das der Konkurrenz.
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Debatte über Militäreinsatz in Syrien
Sie sind aber ein wenig spät aufgewacht, der letzte Eintrag ist vom 18.02.09 - guten Morgen!
Na, es ist schon seltsam, wie jemand auf die Fragen reagiert und noch seltsamer finde ich
die Zustimmung zu den Antworten. Afghanistan ist ein gutes Beispiel; ein Vorredner (Schreiber) hat es auf den Punkt gebracht: "Vorher rollten im Stadion die Köpfe, jetzt die Fußbälle".
Wie naiv muss man sein, wenn man die Taliban und deren Aktivitäten gesehen hat tatsächlich zu glauben, dass diese Terrororganisation eingefügt in ein eigenes Staatsgebilde die Welt in Ruhe lässt.
Das ist reine Schau und einfach nur niederer Instinkt bzw. der Versuch von Herrn Lafontaine die Naivität von manchen Menschen in Wählerstimmen umzumünzen.
Schelte gegen Schröder, natürlich ist Raffgier eine schlechte Eigenschaft, aber mal die Ansichten vorgetragen wir Herr Lafontaine, der zeitweise aufgrund eines "Versehens" ein Gehalt zuviel vom Staat bekam (waren immerhin mehrere Tausend DM) und sich nach der Aufdeckung lapidar mit der Äußerung "ich kontrolliere nicht meine Kontoauszüge" aus der Affaire zog. TOLLE VERTEIDIGUNG; Nein dieser Mann ist so selbstherrlich, dass er dies nicht mal für nötig hält.
Aber alle anderen sind natürlich raffgierig, ist ja klar.
Dass die PDS die Nachfolgepartei der SED ist will er natürlich nicht mehr hören ("olle Kamellen" oder so ähnlich, aber dass diese Partei bzw. Ihre Kader maßgeblich an der Aufrechterhaltung eines diktatorischen Einparteiensystems für 40 Jahre nicht nur mitwirkten, sondern gar die Basis dieses Unrecht, wo all die Rechte die unser Grundgesetz festhält mehr als nur mit Füssen getreten wurden kann doch nicht mit der Bemerkung "olle Kamellen" abgetan werden.
Er versteht es immer wieder geschickt wirklich brisante und demokratisch wertvolle Gegebenheiten runterzureden, sofern sie für Ihn hinderlich sind und im Gegenzug Wahrheiten nur soweit wiederzugeben, soweit dieser Inhalt ihm nützlich erscheint, ansonsten wird verdreht.
hat sich in diesem Interview (wieder einmal) bis auf die Kochen blamiert. Lafontaine hat ihn genussvoll auflaufen lassen. Köstlich.
Keiner kann wie Rossmann DER LINKEN den Ball so maßgerecht vorlegen und gleichzeitig meinen, er sei ein begnadeter Libero.
Danke, Herr Rossmann.
Mehr davon.
Mensch Lafo, lieber Oskar,
da darfst du die investorengesteuerten Redakteure doch nicht so abbürsten. Nur die Christel kann die Hamburger Wahlen noch im Sinne von CDUCSUSPDFDPGrüne retten. Dir können sie überwiegend nur im Konjunktiv beikommen, polemisch sggestiv und bildblöd. Aber die Christel, das ist ein echter Hit. Absolute Realpolitik, weit jenseits der Träumereien von Merkel, Steinmeier und Co. Die Christel betrifft jeden, da mögen die Casinozocker von IKB und BayernLB noch soviel Steuergelder brauchen. Und nicht vergessen:
Sie will Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen; in echt...
"Demnach sollten wir also auch Krieg führen mit der VR China, wenn sie öffentliche Erschießungen vornimmt? Oder geht uns das dann nichts an? Nein: die können sich ja wehren."
... ist das bekannte Gegenargument und ganz auf der Linie von O.L-Argumentation.: vereinfachend, wenig durchdacht, irreführend.
Sie können natürlich gerne weiterhin Birnen mit Äpfel vergleichen oder einfach akzeptieren, dass die Welt eben nicht so einfach funktioniert, wie O.L. das allen erzählen will und China nicht Afganistan ist.
Auf der einen Seite haben Sie die "Gotteskrieger". Mit denen über Menschenrechte zu diskutieren wird auch in 100 Jahren zu nichts führen weil eben aus deren Sicht der Koran (um genau zu sein: deren sehr eigene Auslegung des Koran) nicht diskutierbar ist.
Wie das mit China vergleichbar sein soll, wird Ihr Geheimnis bleiben.
Ich bleibe dabei: Die Menschen in Afghanistan sehen lieber Fussbälle rollen. Und ich denke, mich geht das etwas an.
Paging