In Ho-Chi-Minh-Stadt hat die Fackel den letzten Teil des internationalen Laufs zurückgelegt. Im Vorfeld wurden Demonstranten verhaftet.

Unter strikten Sicherheitsvorkehrungen ist die olympische Fackel durch Ho-Chi-Minh-Stadt, das frühere Saigon, getragen worden. Nur eine handverlesene Schar von wenigen hundert Menschen, vorwiegend Mitglieder der regierungstreuen kommunistischen Jugend, konnten an der Zeremonie teilnehmen. Viele Sicherheitskräfte begleiteten den Weg des Feuers vom Opernhaus im Zentrum zu einem Militärstadion rund 13 Kilometer entfernt.

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Chinesische Begleiter entzünden die Fackel in Ho-Chi-Minh-Stadt. (© Foto: AP)

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Vietnamesische Aktivisten hatten zuvor friedlichen Protest im Hafen von Ho-Chi-Minh-Stadt und Hanoi gegen China angekündigt. Umstritten zwischen China und Vietnam sind die Spratly- und Paracel-Inseln im südchinesischen Meer, auf die beide Staaten Anspruch erheben.

Bereits im Vorfeld des Fackellaufs ist es deshalb in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi zu Festnahmen gekommen. Insgesamt seien laut Agenturen sechs Menschen verhaftet worden. Die für Demokratie im Land kämpfende Organisation Viet Tan sprach sogar von mehr als einem Dutzend Festgenommenen, darunter Studenten, Lehrer und Künstler.

Zwei Anti-China-Aktivisten hatten ein Banner mit der Aufschrift "Peking 2008" auf einem belebten Marktplatz enthüllt. Die Darstellung zeigte die olympischen Ringe als Handschellen.

Die Olympische Fackel war Montag abend unter strikten Sicherheitsvorkehrungen in Vietnam eingetroffen. Rund hundert Sicherheitskräfte waren am Internationalen Flughafen Tan So Nhat, als die Flamme von 40 chinesischen Vertreter, Diplomaten und jungen Menschen mit chinesischen Flaggen begrüßt wurde.

Ho-Chi-Minh-Stadt ist die letzte Station des internationalen Teils des Fackellaufs. Dieser wurde begleitet von weltweiten Proteste, unter anderem in London, Paris, Athen und San Francisco. Experten haben dies als PR-Desaster für Peking bezeichnet.

Am Freitag erreicht das olympische Feuer Hongkong.

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(dpa/AP/sid/hai)