Karl-Heinz Kurras hat zugegeben, für die Stasi gearbeitet zu haben. Die Aussagen des Mannes, der Benno Ohnesorg erschoss, sind dennoch fraglich.
Der frühere West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras, der im Juni 1967 den Studenten Benno Ohnesorg erschossen hat, hat nach Informationen der Berliner Zeitung eine Zusammenarbeit mit der Stasi eingeräumt.
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Der ehemalige Stasi-Spitzel Karl-Heinz Kurras, der wegen illegalen Waffenbesitzes letzte Woche zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt wurde. (© Foto: AP)
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Kurras habe bei einer Vernehmung der Bundesanwaltschaft ausgesagt, dass er sich 1955 schriftlich zu einer Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR verpflichtet habe, berichtet die Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe ohne Angabe von Quellen. Aus der vor einem Monat vorgenommenen Vernehmung des 81-Jährigen Kurras, der von 1955 bis 1967 als Stasi-Agent "Otto Bohl" gearbeitet haben soll, waren bislang keine Details bekannt geworden.
Kurras sagte demnach aus, die Anwerbung beim MfS sei in einer Ost-Berliner Stasi-Wohnung erfolgt. Er sei damals vom Leiter der West-Berliner Bereitschaftspolizei gefahren worden. Kurras bestritt in der Vernehmung demnach, den Todesschuss auf Ohnesorg im Stasi-Auftrag abgegeben zu haben. Er habe den Schuss nicht gezielt abgegeben, sondern um sich zu wehren. "Für dieses Gesindel wollte ich nicht sterben", habe Kurras zu Protokoll gegeben.
Zweifel an den Aussagen
Die Aussagekraft der Angaben von Kurras sei aus Sicht der Bundesanwaltschaft fraglich, heißt es in dem Zeitungsbeitrag weiter. In den Aussagen von Kurras gebe es zu viele Ungereimtheiten und inhaltliche Widersprüche. Für Zweifel bei den Ermittlern habe insbesondere die Aussage von Kurras gesorgt, bei seiner Agentenverpflichtung in der Ost-Berliner Stasi-Wohnung seien auch der Spionagechef Markus Wolf und der SPD-Politiker Herbert Wehner anwesend gewesen. Damit habe Kurras entweder die Ermittler provozieren oder Senilität vortäuschen wollen, vermuteten die Ermittler.
Kurras war Ende der vergangenen Woche zu einer sechsmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Das Berliner Amtsgericht Tiergarten hatte ihn des illegalen Waffenbesitzes in drei Fällen schuldig gesprochen. Bei Kurras waren im vergangenen Juni bei einer Hausdurchsuchung eine Schusswaffe, ein Totschläger sowie 171 Schuss Munition gefunden worden, wofür er keinen Waffenschein hatte. Kurras' Anwalt hatte angekündigt, Berufung gegen das Urteil einzulegen.
(AFP/dgr/segi)
Debatte über Militäreinsatz in Syrien
Aber klar doch. Es gibt immerhin ja auch die berühmten Hitler-Tagebücher.
Kurras macht sich -auch heute noch - einen Spass daraus, auch weiterhin der zu sein, der er immer war. Wo Kurras drauf steht, ist aber nicht immer Kurras drin. Weder Logik noch die Schriftstücke geben das her. Schauen Sie sich die Parteibücher usw. an, vergleichen Sie die Schrift, versetzen Sie sich in die Zeit des Kalten Kriegs in Berlin.
Das "Archiv" ist so jungfräulich wie ein Nonnenkloter nach Besetzung durch napoleonische Truppen. Vgl. die Rosenholz-Dateien. Das eine wird raus- das andere eingebracht. Originalpapier, O-Stempel usw. sind ja noch da gewesen.
"19.11.2009 16:55:00
A.Hauss: Also Quatsch
Kurras war Kuerras und immer Kurras. Stasi war DER nie. Hab ich seit Anfang der Kampagne gesagt und ist und bleibt richtig."
Nene. Kurras war schon für die Stasi tätig. Dafür gibt es ja Nachweise in Form von div. Schriftstücken und Briefwechsel aus Stasi-Archiven. Die hat man zwar schon früher gesehen, aber nicht weiter beachtet.
Übrigens aus einem dieser Briefwechsel der Stasi nachdem Kurras den bereits festgenommen Ohnesorg erschoß, teilte die Stasi Kurras ihr mißfallen darüber mit, würde es aber als Unfall bewerten.
Der eigentliche Skandal ist, daß damals die Polizei und Justiz die Ermittlungen gegen den Westberliner Polizisten, Linkenhasser und schießwütigen Waffennarren Kurras erschwerte und verhinderte und es somit nie zu einer Mordanklage kam.
Ein Hinweiss,wegen der Verjaehrung,es stimmt so nicht. Er Kurras ist Beamter auf Lebenszeit,er wurde Verurteilt wegen unerlaubten Schusswaffenbesitz einschliesslich der Munition. Auch das er Agent der Stasi war und Leute die in den Westen gehen wollte freiwillig verraten hat spricht gegen ihn. Desshalb kann er belangt werden,auch hat er seine Silbertaler die er von der Stasi bekommen hat nicht versteuert,welch eine Straftat. Desshalb alleine, wegen der Verurteilung wegen unerlaubten Waffenbesitz kann man seine Rente heftig kuerzen,ob das bei dem Beamten auch gemacht wird ? Die halten zusammen wie Pech und Schwefel.
Kurras war Kuerras und immer Kurras. Stasi war DER nie. Hab ich seit Anfang der Kampagne gesagt und ist und bleibt richtig.
Das ist genau die Form von Verharmlosung, die einen zur Verzweiflung treiben kann.
Paging