Folge eines Sturzes Clinton wegen Blutgerinnsels im Krankenhaus

Kurz vor dem Ende ihrer Amtszeit als US-Außenministerin hat Hillary Clinton gesundheitliche Probleme. Nach einer Gehirnerschütterung finden Ärzte bei ihr ein Blutgerinnsel. Die Politikerin ist seit Wochen nicht mehr in ihrem Ministerium zur Arbeit erschienen.

US-Außenministerin Hillary Clinton ist wegen Komplikationen nach einer vor mehreren Wochen erlittenen Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht worden. Bei ihr habe sich ein Blutgerinnsel gebildet, und sie müsse beobachtet werden, teilte ein Sprecher Clintons mit. Die 65-Jährige erhalte blutverdünnende Medikamente und müsse vorerst für 48 Stunden in der New Yorker Klinik bleiben. Nähere Angaben zu Clintons Zustand machte er nicht. Er sagte auch nicht, wo sich das Blutgerinnsel gebildet hat.

Clinton hatte vor einigen Wochen infolge einer Magen-Darm-Erkrankung einen Schwindelanfall erlitten und war gestürzt. Dabei hatte sie nach offiziellen Angaben die Gehirnerschütterung erlitten, die erst nach Tagen festgestellt worden sei. Das Blutgerinnsel sei nun bei einer Folgeuntersuchung diagnostiziert worden, sagte der Sprecher. Auch wegen anderer nicht näher bezeichneter Folgen der Gehirnerschütterung werde sie weiter von Ärzten beobachtet. Diese würden auch entscheiden, ob eine weitere Behandlung nötig werden.

Seit der Rückkehr von ihrer letzten Auslandsreise am 7. Dezember war Clinton nicht mehr zur Arbeit im Ministerium erschienen und absolviert schon seit Wochen keine öffentlichen Auftritte mehr. Bisher hieß es, Clinton arbeite von zuhause aus und werde am Montag an ihren Schreibtisch im Ministerium zurückkehren. Die Chefdiplomatin war während ihrer vierjährigen Amtszeit häufig gereist und hatte rund 400 Tage im Flugzeug verbracht.

Keine zweite Amtszeit

Die ehemalige First Lady hat bereits vor längerer Zeit mitgeteilt, dass sie nicht für eine zweite Amtsperiode zur Verfügung stehen wird. Der wiedergewählte Präsident Barack Obama hat den demokratischen Senator und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John Kerry für das Amt nominiert. Er muss noch vom Kongress bestätigt werden. Bis dahin wollte Clinton nach eigener Aussage weiterarbeiten.

Clinton litt schon einmal unter Thrombose. Bereits 1998 sei ein Blutgerinnsel bei ihr festgestellt worden, sagte sie 2007 in einem Interview der New York Daily News. Das sei ihr bis dato schlimmster Schreck in Sachen Gesundheit gewesen, verriet die heute 65-Jährige. "Ich war gerade im Wahlkampf für (den New Yorker Senator) Chuck Schumer, als mein Fuß zu schmerzen begann und ich ein Problem hatte, meinen Schuh anzuziehen." Schließlich sei sie auf Anraten eines Arztes ins Krankenhaus gegangen. Dort habe man dann das Gerinnsel entdeckt. "Und das war schrecklich, weil du es sofort behandeln musst. Du willst ja nicht riskieren, dass es sich löst und in dein Hirn, dein Herz oder deine Lunge wandert", sagte Clinton. Damals sei sie aber vollständig genesen und habe nicht länger blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen.