Ihre islamfeindliche Kampagne hat der österreichischen Lokalpolitikerin Susanne Winter nicht geholfen. Die FPÖ schnitt in Graz deutlich schlechter ab als erwartet.

Die umstrittenen FPÖ-Kandidatin Susanne Winter hat bei der Gemeinderatswahl in Graz nicht von der Aufmerksamkeit für ihre Mohammed-Schelte profitiert.

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Enttäuschung nach der Kommunalwahl in Graz: Die umstrittene FPÖ-Politikerin Susanne Winter schnitt schlechter ab, als erwartet. (© Foto: Reuters)

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Die rechtsgerichtete FPÖ verbuchte entgegen allen Prognosen nur geringe Zugewinne. In Umfragen waren der Partei zuvor 10 Prozent Plus vorhergesagt worden.

Tatsächlich kam die FPÖ auf elf Prozent der Wählerstimmen, drei Prozentpunkte mehr als bei der letzten Wahl. Wahlsieger sind die Grünen, die mehr als sechs Prozentpunkte auf 14 Prozent zulegten und die konservative ÖVP, die ihre Stellung als stärkste Partei im Stadtrat noch ausbauen konnte.

Die in Graz traditionell starken Kommunisten verloren fast zehn Prozentpunkte, sie erreichten noch elf Prozent. Die Sozialdemokraten rutschten um sechs Punkte auf 20 Prozent ab.

Eine Woche vor der Wahl hatte Winter den Propheten Mohammed als "Kinderschänder" bezeichnet. Im selben Atemzug hatte sie gefordert, den Islam "dorthin zurückzuwerfen, wo er hergekommen ist, hinter das Mittelmeer".

Ihre Entgleisungen lösten über die Landesgrenzen hinweg Empörung und scharfe Kritik aus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung. Sollte Winter angeklagt und verurteilt werden, drohen ihr bis zu zwei Jahre Haft.

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(sueddeutsche.de/dpa/orf.at/maru/ben)