Die Neuwahlen in Österreich machen es möglich: Der Rechtspopulist Jörg Haider kehrt nach acht Jahren in die Bundespolitik zurück.

Der rechtspopulistische Landeshauptmann von Kärnten, Jörg Haider, will noch vor der Nationalratwahl in Österreich wieder den Bundesvorsitz der von ihm gegründeten Rechtspartei "Bündnis Zukunft Österreich" (BZÖ) übernehmen. Das kündigte der 58 Jahre alte ehemalige Chef der rechten Freiheitlichen Partei (FPÖ) am Samstag an, rund zwei Monate vor der vorgezogenen Wahl zum österreichischen Nationalrat am 28. September.

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Jörg Haider: Rückkehr in die Bundespolitik (© Foto: dpa)

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Die Partei sucht einen neuen Kandidaten, da der bisherige Vorsitzende, Peter Westenthaler, 40, nach einer - noch nicht rechtskräftigen - Verurteilung zu einer neunmonatigen Bewährungsstrafe wegen falscher Zeugenaussage im Spitzenamt der Partei offenbar nicht mehr tragbar war.

Westenthaler selbst forderte am Samstag, dass Haider auch die Spitzenkandidatur für den Nationalrat übernehmen müsse. Ob der Kärntner Landespolitiker auch zu diesem Schritt bereit ist, ist jedoch fraglich. Haider selbst gab am Samstag zu verstehen, dass er in jedem Fall Landeshauptmann (Ministerpräsident) von Kärnten bleiben möchte. Er hatte das BZÖ nach einer von ihm provozierten Spaltung der FPÖ 2005 aus der Taufe gehoben.

Seit der Gründung dümpelt die kleine Partei österreichweit bei drei bis vier Prozent, während die FPÖ bei der letzten Nationalratswahl im Oktober 2006 elf Prozent gewinnen konnte. Nach allen Meinungsumfragen wird die FPÖ bei der kommende Wahl stark hinzugewinnen. Das BZÖ ist dagegen nur in Kärnten wirklich stark.

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(dpa/AFP/lala)