Österreich Haider gewinnt in Kärnten
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Als große Verliererin der Landtagswahl im Bundesland Salzburg berät die Österreichische Volkspartei (ÖVP) von Bundeskanzler Schüssel über mögliche personelle Konsequenzen. Rechtspopulist Jörg Haider schloss unterdessen trotz seines Triumphs in seiner Heimat eine Rückkehr zur Bundespolitik aus.
Mit 37,9 Prozent wurde die ÖVP bei der Abstimmung vom Sonntag auf den zweiten Platz verdrängt. Die Sozialdemokraten (SPÖ) erzielten mit 45,4 Prozent einen Erdrutschsieg und wurden erstmals seit fast 60 Jahren stärkste Kraft im Land Salzburg.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur APA sollte es bei den Beratungen der ÖVP vor allem darum gehen, ob sich der bisherige Landeshauptmann (Ministerpräsident) Franz Schausberger gänzlich aus der Politik zurückziehen werde. Auch war fraglich, ob der als sein Nachfolger vorgesehene Wilfried Haslauer nach der Niederlage überhaupt noch den regionalen Parteivorsitz übernehmen solle.
Die Freiheitliche Partei (FPÖ) von Rechtspopulist Jörg Haider musste in Salzburg eine deutliche Niederlage einstecken und wurde mit 8,7 Prozent knapp vor den Grünen drittstärkste Partei. In Kärnten konnte sich die FPÖ entgegen den Erwartungen jedoch behaupten und fuhr mit 42,5 Prozent einen Wahlsieg ein.
Das gute Abschneiden bedeutet nach Ansicht von Beobachtern eine Stärkung der FPÖ bundesweit, nachdem sie zuletzt nur noch auf insgesamt zehn Prozent Zustimmung bauen konnte. In Umfragen vor der Landtagswahl hatte die FPÖ in Kärnten mehr als zehn Prozentpunkte hinter der SPÖ gelegen.
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Haider schloss trotz seines Triumphs eine Rückkehr zur Bundespolitik aus: "Ich bleibe natürlich in Kärnten und werde meinen Wählern im Wort bleiben", sagte er dem Rundfunksender ORF.
Die Wahlbeteiligung lag bei 77 Prozent. Die Auszählung der Briefwahlstimmen dürfte diese Zahl noch erhöhen, hieß es.