Nein, das Ende des Irakkriegs ist kein glanzvoller Augenblick. Zu frustrierend ist die Bilanz des Einsatzes, zu unbefriedigend die momentane Lage der USA.
Ein historischer Moment war es gewiss. Eine historische Rede war es nicht. US-Präsident Barack Obama hat das offizielle Ende des Kriegs im Irak verkündet, zumindest, was die USA angeht: "Der amerikanische Kampfeinsatz ist beendet." Das Blutvergießen indes wird so schnell nicht vorbei sein.
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In seiner Live-Ansprache an die Menschen in den USA - sowie den Rest der Welt - konnte Barack Obama zwar das Ende des Irak-Einsatzes verkünden. Die wichtigsten Dinge blieben jedoch ungesagt. (© Reuters)
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Obama hat in seiner live im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation (und den Rest der Welt) ein Potpourri von Botschaften loswerden wollen. Was er wirklich zu sagen gehabt hätte, kam indes nicht über seine Lippen.
Zunächst und zu Recht musste der Präsident signalisieren, dass er getan hat, was er im Wahlkampf versprochen hatte: Er hat einen Großteil der US-Truppen aus dem Irak geholt, hat sich daran gemacht, das unselige Erbe seines Vorgängers abzuwickeln und den Ausstieg aus dem Abnutzungskrieg betrieben. Das zu unterstreichen, hatte Obama alles Recht der Welt.
Er musste darüber hinaus signalisieren, dass das Engagement der USA für den Irak nun nicht vorbei ist - immerhin stehen noch 50.000 Soldaten im Land; Milliarden werden in den zivilen Aufbau investiert. Und er musste deutlich machen, dass die USA sich nun auf eine verantwortliche Abwicklung des anderen Kriegs konzentrieren müssen, der über das Irak-Abenteuer zeitweise in Vergessenheit zu geraten schien: Die US-Truppen bleiben in Afghanistan, allerdings nicht auf Dauer. "Ein Krieg ohne Ende dient weder unseren Interessen, noch denen des afghanischen Volkes." Das alles ist gewiss nicht neu.
Obama hatte noch weitere Anliegen. Er wollte den Truppen danken - und das war mehr als nur die gebotene patriotische Pflichtübung. Nach allem, was man weiß, ist der Präsident zutiefst angerührt von den Opfern, die die Soldaten und ihre Angehörigen zu leisten haben.
Und er musste deutlich machen, dass er versteht, was den Amerikanern zurzeit wirklich unter den Nägeln brennt: die hohe Arbeitslosigkeit und die Angst vor einen Rückfall in die Rezession. Zu Recht wies er darauf hin, dass die beiden Kriege die USA in den vergangenen zehn Jahren nicht weniger als eine Billion Dollar gekostet hätten. Unvorstellbar viel Geld, das besser in Amerika angelegt worden wäre. Geld, das zur enormen Staatsverschuldung der USA beigetragen hat. "Unsere dringlichste Aufgabe ist es, unsere Wirtschaft wiederherzustellen und Millionen von Amerikanern Arbeit zu verschaffen, die ihren Job verloren haben", sagte Obama. Doch wie er das anstellen will - dazu kein Wort.
Ein neues, zweites Konjunkturprogramm unter seiner Ägide ist im Kongress nicht durchsetzbar. Es wäre dringend geboten, und sei es nur, um die US-Wirtschaft aus einer einsetzenden kollektiven Schreckstarre zu lösen. Zwei Monate vor der Kongresswahl gibt es dafür aber keine Chance. Nicht einmal ein 30-Milliarden-Kredit-Programm für Kleinunternehmer bekommt er mehr durch.
Dafür müsste Obama - und könnte es zu Recht - die Republikaner verantwortlich machen. Er tat es nicht. Nicht einen Hinweis hat er gegeben, wie er das Land vor der drohenden Stagnation bewahren will. Das aber ist eindeutig zu wenig für einen historischen Moment, da Amerika einen Krieg beendet, aber in eine neue Krise zu schlittern droht.
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(sueddeutsche.de/dgr)
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Nun Irak war wohl ein Art langwiriges Trauma für die USA und ist nun erstmal militärisch vorbei. Die Spätfolgen für die Soldaten hängen wohl noch lange nach, und was aus dem Irak wird, Obama hat es erwähnt, eine einigermaßen "arbeitsfähige" Regierung, damit der Irak sich wieder selbst auf die Beine bringt und die Sicherheitslage sich stabilisiert, und der weitere Punkt ist nun Afghanistan, wo der neue Behelfshaber der US-Streitkräfte nun die Marschroute für den Abzug vorbereiten soll und wohl auch Order hat dies mit allen Mitteln zu tun.
Obama versucht nun die Wirtschaft der USA wieder auf Vordermann zu bringen, die Tea-Party Bewegung hemmt hier die Reformen, die er so gerne auf den Weg bringen will, die Mittelschicht braucht Jobs und Aufträge, doch erst kommt der schwere Tag 9/11 und Ground Zero..
Diese Wunde, die die Staaten bis heute mit sich tragen und wohl noch Generationen braucht, um sie zu schließen.
Endlich einer der weiter Denkt. das sollten sich die Deutschen anschließen. wie viele Milliarden wurden bereits verbalisiert wie viele Hangernte hätten davon in Deutschland geholfen werden können was wäre wen das Geld anstelle für Kriegstechnik und das ganze dazugehörige drumherum in den Gesundheitsfond gegangen wäre. und auch zur Abgeltung von Staatsschulden?
Täglich starben im Iraq zig bis Hunderte Zivilisten - und einige US-Soldaten. Jetzt sterben "nur" noch die täglich zig bis Hunderte Zivilisten - und da heißt es, der Krieg ist vorbei. Bei solch abwegigen Beurteilungen kann einen nur noch die Verzweifelung packen. Der Krieg ist keineswegs zu Ende - er geht lediglich nun ohne die Amerikaner und völlig unkontrolliert weiter.
Auch im Iraq werden jetzt erst einmal die modern eingestellten, aufgeklärten und gemäßigten Bevölkerungsgruppen die Hauptleidtragenden sein. Schlimmstenfalls wird es zu einer Erneuerung des Iraq - Iran Krieges kommen. Aber da können ja dann die Amerikaner wieder "Beistand" leisten und sich die verballerte Uranmunition von der EU bezahlen lassen.
der Krieg wird für ihn, wie für viele nie vorbei sein, nämlich für die Opfer der Kriegsverbrecher und Kriegsgewinnler Bush, Perle, Rumsfeld, die fett auf ihrer Beute sitzen
www.spiegel.de/panorama/0,1518,grossbild-256837-269611,00.html
Da mein eigentlich harmloser Beitrag gesperrt wurde, nochmal eine kurze Zusammenfassung:
- USA hat den Krieg ohne Plan begonnen
- Es fehlt ein Gegenpart, hoffentlich China, da EU und Russland zu wenig Macht haben
- Irak ist am Ende und ein Opfer seiner Nachbarn
- USA halfen damit auch ihrem Gegner Iran
Anscheinend mag man es aber hier nicht, wenn man sagt, dass Deutschland und EU nicht mehr sind als ein Zusammenschluss von USA-treuen.
Paging