US-Präsident Obama geht nach der Kritik an seiner zögerlichen Reaktion auf das vereitelte Attentat von Detroit in die Offensive - und greift die Geheimdienste scharf an.
US-Präsident Barack Obama hat die US-Geheimdienste in bislang schärfster Form wegen des in letzter Minute vereitelten Terroranschlags auf eine US-Passagiermaschine kritisiert. "Es gab eine Mischung aus menschlichem und systemischem Versagen, die zu dieser potentiell katastrophalen Sicherheitslücke beigetragen hat", sagte Obama am Dienstag. Damit korrigierte er die Aussagen von Regierungsmitgliedern, "das System habe funktioniert".
US-Präsident Barack Obama hat mit deutlichen Worten die amerikanischen Sicherheitsbehörden kritisiert. (© Foto: Reuters)
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Menschliches Versagen und Fehler im System hätten dazu geführt, dass der 23-jährige Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab am vergangenen Freitag mit hochexplosivem Sprengstoff an Bord eines US-Flugzeuges auf dem Weg von Amsterdam nach Detroit gelangt sei, sagte Obama in seinem Feriendomizil auf Hawaii.
"Es scheint, dass diese Information vor Wochen einer Abteilung unserer Geheimdienste mitgeteilt, aber nicht effizient weitergeleitet wurde." Andernfalls hätte der Anschlagsversuch verhindert werden können. Dem Mann hätte nie ein Flug in die USA gestattet werden dürfen. Die Sicherheitsmängel seien "völlig inakzeptabel".
Schnelle Diagnose
Sowohl Heimatschutzministerin Janet Napolitano als auch Obamas Pressesprecher Robert Gibbs hatten noch am Wochenende im Fernsehen behauptet, die Sicherheitsvorkehrungen hätten gegriffen. Damit erweckten sie den Eindruck, der Regierung sei die Tragweite des Falls nicht bewusst und sie wolle von ihrer Verantwortung ablenken. Napolitano hat von ihrer Aussage inzwischen wieder abrücken müssen.
Als Reaktion auf die bekanntgewordenen Sicherheitsmängel werden die Maßnahmen in den USA nun überprüft. Am Donnerstag sollten dem Weißen Haus erste Erkenntnisse vorgelegt werden, erklärte Obama. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die Probleme schnell diagnostizieren."
Obamas Mitarbeiter erklärten, der Präsident habe sich entschlossen, zum zweiten Mal binnen zwei Tagen eine Erklärung zu dem Thema abzugeben, weil ihm bei der morgendlichen Lagebesprechung am Dienstag neue Informationen vorgelegt worden seien, die im Besitz der Behörden gewesen seien.
Darin sei es um die Aktivitäten des Verdächtigen, seine Ideen und Pläne des Terrornetzwerks al-Qaida gegangen. Die oppositionellen Republikaner hatten den US-Präsidenten wegen seines Krisen-Managements in den vergangenen Tagen scharf angegriffen.
Einem Bericht zufolge prüfen Regierungsstellen der USA und des Jemen jetzt mögliche Ziele für einen Vergeltungsschlag in dem arabischen Land. Es gehe darum, Obama im Falle eines entsprechenden Befehls Optionen präsentieren zu können, berichtete der Fernsehsender CNN unter Berufung auf zwei US-Vertreter. Derzeit werde versucht, Ziele mit einem direkten Bezug zu dem Anschlagsversuch zu identifizieren.
Ein hochrangiger US-Beamter, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die US-Regierung bereits vor Weihnachten Informationen über Abdulmutallab und seine Pläne gehabt habe. Die Informationen hätten zudem auf eine Verwicklung von al-Qaida hingedeutet.
Islamistische Internetforen
Abdulmutallab hatte am Freitag versucht, ein US-Flugzeug beim Landeanflug auf Detroit mit Hilfe des Sprengstoffs PETN in die Luft zu sprengen. Dabei setzte er seine Kleidung in Brand und wurde anschließend von Passagieren überwältigt. Abdulmutallab hielt sich bis zuletzt im Jemen auf und wurde nach eigenen Angaben in einem Trainingslager von al-Qaida ausgebildet. Das Terrornetzwerk bekannte sich am Montag zu dem Anschlagsversuch.
US-Medienberichten zufolge schrieb der Nigerianer regelmäßig in islamistischen Internetforen. Unter dem Namen Farouk1986 habe er auf der Seite gawaher.com seit 2005 mehr als 300 Beiträge verfasst, in denen er unter anderem von "Dschihad-Phantasien" gesprochen habe.
(sueddeutsche.de/APD/AFP/Reuters/aho/dmo)
New Yorker Bürgermeister will Soft-Drinks verbieten
Die Jungs in Langley denken einfach nur langfristig. Wenn dieser demokratische Friedensnobelpreis-Weichei-Präsident aus Afghanistan raus will, dann gehen sie eben woanders rein.
Als neulich der CIA-Vicepresident vor seiner Weltkugel saß und drehte, fiel sein Blick auf eine Region der Welt, die ihm zuvor noch nie aufgefallen war. Er fragte sogleich seine Vorzimmerdame, ob sie wisse, wo Yeah-man oder so ähnlich liege. Als sie antwortete, das müsse irgendwo zwischen Berlin und Afghanistan liegen, sagte er sich: Da wär´doch noch ein bisschen Platz für unsere Jungs.
Sofort rief er beim Counterinsurgery Officer Middle East mit dem Spitznamen The Final Attac an und bestellte einen nicht zu gescheiten Aushilfsterroristen. Anforderungsprofil: Schwarz, jung, gebildet, in Westeuropa lebend - auf keinen Fall in den USA - im Umgang mit Sprengstoff unerfahren oder schlecht ausgebildet, möglichst auf der Liste der gefährlichen Personen, vielleicht mit einem Schuss Warnung des eigenen Vaters vor der Radikalität und Gefährlichkeit des eigenen Sohnes.
The Final Attac runzelte die Stirn, warf aber dennoch seinen PC an, studierte die Listen und - wurde fündig. Er rief sofort den Vize an: Wir hätten da einen ...
Es gab kein Attentat. Es gab einen Attentatsversuch!!!
Welches Land wollen wir jetzt bitte angreifen?
"systemisches"? "systembedingtes" klingt glaube ich besser!
Ich rufe in Erinnerung:
Jenseits von hunderten von Informationen über die 9/11-Täter (Flugstunden ohne Landung, usw.) gab es seinerzeit dutzende von internationalen Geheimdienstwarnungen, die die USA vor einem Anschlag in New York und Washington - sogar zeitlich präzisiert - warnten. Trotzdem war die Abwehr 2001 über zwei Stunden vollkommen gelähmt.
Darüber kann man sich auch 8 Jahre danach nur die Augen reiben. Aufgeklärt ist die Geschichte bis heute ja nicht wirklich.
Jetzt wieder ähnlich. Entweder es ist wirklich so, dass die Amerikaner absolut unfähig sind, mit erhobenen Daten und Informationen umzugehen oder es sitzen dort Saboteure - mit welchem Hintergrund auch immer.
Grandios finde ich, dass gerade die Republikaner sich jetzt aufplustern mit "scharfer Kritik" am Krisenmanagement.