Hillary Clinton hinterlässt Barack Obama ein schweres Erbe. Der Senator muss widerwillige Clinton-Fans umgarnen - denn nur mit einer geeinten Partei hat er Chancen auf das Weiße Haus.
Als Hillary Clinton Mitte dieser Woche ausholte, um langsam, aber sicher das Handtuch zu werfen, wies sie auf die Bürde hin, die auf ihren Konkurrenten Barack Obama wartet. Es gebe "zwei Flügel" bei den Demokraten und es sei "an der Zeit, die Partei zusammenzuführen." Durch ihren Rückzug macht sie den Weg dazu frei - doch die Arbeit liegt bei Obama.
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Jetzt beginnt für Barack Obama die eigentliche Arbeit - die Einigung seiner eigenen Partei und der Kampf gegen McCain. (© Foto: AFP)
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"Ich war nie gegen Obama"
Der Senator aus Illinois scheint es geschafft zu haben, doch jetzt wartet eine schwierige Aufgabe auf ihn. Der Mann, der Amerika einen wollte, muss eine solche Einigung zuerst in der Demokratischen Partei vollbringen. Denn das Clinton-Lager geht nicht so geschlossen in die Reihen der Obama-Anhänger über wie der frühere Vizepräsident Walter F. Mondale. Er und andere prominente Unterstützer bewegten Hillary zum Rückzug - indem sie ihren Schwenk ins Obama-Lager bekanntgaben. "Ich war für Hillary, aber ich war nie gegen Obama", sagte Mondale. "Ich bin froh, dass wir nun eine Entscheidung getroffen haben und ich hoffe, dass wir unsere Partei wieder einen und auf einen guten Weg bringen können." Doch nicht wenige von Hillarys Unterstützern schäumen vor Wut - und es fällt ihnen schwer, ihre Stimmen Obama zu geben.
Neben dem nun beginnenden Kampf gegen seinen republikanischen Gegner McCain, dem Obama mit einem stabilen Programm entgegentreten muss, um seine nationale und internationale Unerfahrenheit auszugleichen, muss er auch noch die Scherben des Vorwahlkampfes kitten. Die Wahl von Obamas running mate wird ausschlaggebend sein für seinen Erfolg bei der Einigung der Partei. Ein dreiköpfiges Team - darunter die Tochter des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy, Caroline Kennedy - sucht nach der perfekten Ergänzung für den zukünftigen Präsidenten. Namen wurden nicht genannt.
Das Clinton-Obama-Ticket sieht Jimmy Carter skeptisch
Die einfachste Lösung - nämlich Hillary Clinton selbst als Vizepräsidentin ins Team zu holen - ist heftig umstritten. Die Senatorin aus New York hatte erklärt, sie sei für eine Kandidatur für das Amt des Vizepräsidenten an der Seite Obamas offen - seither reißen die Spekulationen nicht ab. Clintons Wahlkampfmanager Terry McAuliffe hatte am Mittwoch im Sender MSNBC gesagt, ein Ticket Obama/Clinton wäre im Wahlkampf "nicht aufzuhalten". Dies wird im Lager des schwarzen Senators jedoch mit Skepsis gesehen, weil ein zu großer Einfluss Bill Clintons befürchtet wird.
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Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
liebe(r) Oluja,
gut, dass wir der englischen Sprache mächtig sind, denn nach einer derartig fundierten Kritik an der Haltung von Obama fahndet man in der SZ und anderen deutschen Mainstream-Medien wohl vergeblich. Obama ist eine bittere Enttäuschung. Wie den englischsprachigen Medien zu entnehmen ist, hat als einziger Paul Wolfowitz (!) das Leiden der Palästinenser in der AIPAC-Versammlung überhaupt erwähnt, was ihm nur Buhrufe eintrug. Jetzt wissen wir auch, warum Leute wie R. Mur doch keine Probleme damit haben, Obama zu unterstützen.
Yes, you must believe.
Wir Duetschen sind da etwas nebulöser und faseln in solchen Phasen von der "Würde" bzw. "Beschädigung" des Amtes.
...verdirbt den Charakter, sagte mein Großvater immer.Mir ist es ein Rätsel, wie Hillary Clinton nun als Vize-Kandidat die Werbetrommel für Obama rühren könnte und wie sich Obama dazu durchringen könnte, die Giftschlange Hillary (nach seiner Sicht) an seinem Busen zu nähren (Schiefes Bild, ich weiß). Aber für Macht tut man wohl alles. Und führt sich als Wohltäter der Menschheit zumindest aber der Partei auf. Ich nehme an, Politiker wird man nicht, man wird als einer geboren.