Offenbar wird US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama doch nicht vor dem Brandenburger Tor sprechen. Derzeit sucht die Bundesregierung nach einer "einvernehmlichen Lösung".

Der US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama wird bei seinem Berlin-Besuch in zwei Wochen voraussichtlich keine Wahlkampfrede vor dem Brandenburger Tor halten. In Kontakten zwischen der Bundesregierung und Obamas Stab werde an einer "einvernehmlichen und guten Lösung" für einen Auftritt des Demokraten in der Hauptstadt gearbeitet, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin.

Obama, Reuters

(© Foto: Reuters)

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in dieser Woche Bedenken gegen eine Wahlkampfrede Obamas vor dem Brandenburger Tor angemeldet. Es werde jetzt eine Lösung gesucht, "die von allen getragen werden kann", sagte Wilhelm.

Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) freuten sich ausdrücklich auf ein Treffen mit Obama in Berlin. Als weitere Etappen der Deutschland-Reise des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers sind nach dpa-Informationen Heidelberg und die US-Basis in Ramstein (Rheinland-Pfalz) im Gespräch.

Wilhelm wollte auf Merkels Kritik an einem Wahlkampfauftritt Obamas vor dem Brandenburger Tor direkt nicht mehr eingehen. Er verwies auf die frühere Stellungnahme seines Stellvertreters Thomas Steg, der von einem "gewissen Befremden" der Kanzlerin gesprochen hatte. Druck der amerikanischen Regierung in dieser Frage habe es nicht gegeben.

Steinmeier hatte die Bedenken Merkels nicht geteilt. Er sagte am Freitag, der US-Vorwahlkampf sei auch in Deutschland auf großes Interesse gestoßen. "Barack Obama ist und sollte in Deutschland willkommen sein."

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) begrüßte erneut ausdrücklich einen Auftritt Obamas vor dem Brandenburger Tor. Die letzte Entscheidung über eine öffentliche Rede des US-Politikers in der Hauptstadt liegt bei der Bezirksverwaltung Berlin-Mitte.

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(dpa/bica)