Israels geheime Atomwaffen sind die schwache Flanke von US-Präsident Obama im Kampf gegen Irans Bombe. Warum soll Jerusalem geduldet werden, was Teheran verboten ist?
Ein Tabu ist ein Gebot zur Heimlichkeit, dessen Verletzung schlimme Folgen hat. So glauben es jedenfalls viele Völker, die heutzutage eher als Wilde gelten.
Präsidenten unter sich: Israels Staatschef Schimon Peres, der "Vater des israelischen Atomprogramms", mit seinem US-Amtskollegen Barack Obama (© Foto: AP)
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Doch auch in den höheren Gefilden der Weltpolitik, wo den Akteuren ansonsten wenig heilig ist, gibt es Tabus: gefährliche Dinge, die am besten nicht angetastet werden. Ein solches Tabu sind - zumindest in Israel und im befreundeten Westen - auch die israelischen Atomwaffen. Jeder weiß, dass es sie gibt, aber keiner darf darüber reden. Nicht einmal der mächtigste Mann der Welt.
Obama macht es fast wie seine Vorgänger
So machte US-Präsident Barack Obama auch nicht gerade eine souveräne Figur, als er zum Abschluss seines anti-atomaren Weihefestes in Washington von einem Journalisten nach dem Unsagbaren gefragt wurde, nach Israels Nuklearprogramm. "Lassen Sie uns über die USA reden", beschied er den Fragesteller, "denn ich werde mich zu deren Programm nicht äußern."
Türen zu, Klappen dicht - genau so haben es immer auch alle Vorgänger Obamas gemacht. Doch am Ende seiner Ceterum-censeo-Ausführungen zur amerikanischen Abrüstungsverpflichtung kam Obama dann doch noch einmal auf Israel zu sprechen, ganz freiwillig.
Er rief die Regierung in Jerusalem zur Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags auf. Und er nannte das Land in einem Atemzug mit den anderen spätgeborenen Atommächten Indien, Pakistan und Nordkorea, die alle stolz zur Bombe stehen und deshalb dem von 189 Staaten unterschriebenen Abkommen bislang ferngeblieben sind.
Man könnte daraus ableiten, dass dieser US-Präsident eben anders ist alle seine Vorgänger. Das mag sein. Vor allem aber sind die Zeiten anders - und das bedeutet, dass Obama gar nicht mehr daran vorbeikommt, an das Tabu zu rühren.
Ironischerweise haben nämlich gerade die USA und Israel selbst das Atomthema wieder auf die Tagesordnung gebracht, auf dem Umweg über Teheran. Denn Israels Bombe ist die schwache Flanke in dem von beiden Staaten angeführten Kampf gegen Irans Bombe.
Tiefe Kluft zwischen Vision und Wirklichkeit
Je größer der Druck auf Präsident Mahmud Ahmadinedschad wird, desto lauter wird gefragt: Warum soll in Jerusalem erlaubt oder zumindest geduldet sein, was in Teheran verboten ist?
Die Frage liegt nahe, doch Israelis wie Amerikaner haben sich bislang vor einer Antwort gedrückt. Denn diese Antwort führt tief hinein in die Widersprüche der Weltpolitik, und sie zeigt besonders deutlich, welch tiefe Kluft sich auftut zwischen den visionären Postulaten des US-Präsidenten und der rauen Wirklichkeit.
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Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Hei, Mister G, schon mal auf eine Landkarte geschaut? Gegen wen soll dieses Winzlingsland mit gerade einmal 100 km Breite die "Bombe" denn einsetzten ohne sich gleich selbst mit zu verstrahlen?
Gegen die direkten Nachbarn ja schon mal gar nicht. Selbst der Iran ist nicht weit genug entfernt, als dass es Israel nicht selbst treffen würde. Die A-Bombe kann gar nicht eingesetzt werden. Weder die existenten 300 israelischen noch die nichtexistente iranische. Sie dienen lediglich der Abschreckung und da muss man sich schon fragen lassen, warum dem einen verwehrt wird, was der andere längst hat.
Vielleicht möchten die Iraner ja auch gerne verhindern, dass gewisse Mächte in der Region ihnen das Schicksal der Ju den in Deutschland zuteil werden lassen. Das ist doch wohl völlig legitim.
Israel provoziert mit seiner arroganten Außenpolitik derart die Gemüter der Welt, daß sich irgendwann mal, mit dieser damit provozierten Antipathie auf die Welt, eines Tages die Abneigung entladen wird, um sich dann wieder als Opfer zu fühlen ohne sich bewusst zu werden, daß es diese Reaktion seit Jahrzehnten selbst provoziert hat.
Ich hoffe nur, daß es nicht wieder so extrem sein wird, wie es schon mal war, aber dennoch hoffe ich, daß Israel bald in die Schranken gewiesen wird und die Welt nicht ewig weiter in Atem hällt !.
Ganz einfach , das den Juden nicht nochmal das passiert, was ihnen die Deutschen angetan haben.
Es droht neues Ungemach, von dieser angeblich einzigen Demokratie der Region und unseren angeblich besten und engsten "Freunden":
Jordanischer König sagt: Krieg zwischen Israel und Libanon steht unmittelbar bevor
Anlässlich eines privaten Treffens in Washington am Mittwoch, hat König Abdullah II von Jordanien geäussert, ein Angriff Israels gegen die Hisbollah im Libanon stehe unmittelbar bevor. Er machte diese Aussage bei einer Veranstaltung nur für Mitglieder der Gruppe Freunde Jordaniens im Kongress, die vom Abgeordneten Adam Schiff organisiert wurde. Die Worte des Königs waren sehr ernüchternd sagte anschliessend ein Anwesender. Abdullah schien darüber sehr besorgt zu sein, ein Konflikt könnte wieder jederzeit zwischen Israel und der Hisbollah ausbrechen und er soll das Wort unmittelbar verwendet haben.
Diese Aussage scheint sehr ernst zu sein, wo doch die Hisbollah seit den letzten Wahlen im libanesischen Parlament eingezogen ist und mittlerweile mit Staaten wie Frankreich auf allen Regierungsebenen Kontakte pflegt. Ein Präventivkrieg würde die Bemühungen Washingtons die Normalisierung der Beziehungen zu Syrien zunichte machen, sagt der Journalist Steve Clemons.
Diese Nachricht erklärt womöglich die dringende Aufforderung der israelischen Regierung, alle ihre Staatsbürger sollen die Halbinsel Sinai sofort verlassen. Als Grund für die Warnung wurde die angebliche Gefahr von Entführungen durch Militante genannt.
Ägyptische Offizielle sagten, ungefähr 35000 Israelis befinden sich im Sinai gerade und sie erwarten Tausende mehr in den nächsten Wochen.
Denn Peter Münch stellt das offentisichtliche Missverhältnis in der Beurteilung und Behandlung der Atommächte Indien, Pakistan und Israel im Vergleich zu der lediglich vermuteten would become Atommacht IRAN fest; und das ist "für deutsche Verhältnisse" bereits als echte Leistung zu werten!
Dass OBAMA die Antwort auf eine Frage nach dem Atompotential Israels verweigert, ist natürlich ein extremes Zeugnis der Ohnmacht dieses -und jedes anderen- US-Präsidenten gegenüber der zionistischen Übermacht in Fragen der NO-Politik und Israel!
Diese Übermacht zeigt sich in diesen Tagen besonders deutlich nicht nur an dem Affront, dass Israel die Teilnahme an dieser Welt-ATOM-Konferenz verweigert. Sie wird noch deutlicher, wenn man sich den Inhalt des Briefs zu Gemüte führt, den der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, laut HAARETZ "einer der reichsten Juden der Welt", Obama geschrieben hat.
Wer es genauer wissen will, für den ist der folgende Link vermutlich von Interesse:
www.haaretz.com/hasen/spages/1163330.html
Kein anderer Spitzenfunktionär irgend eines Vereins, vermutlich noch nicht einmal der Präsident des Iran Ahmedinedschad, würde sich ein derart provozierende Schreiben an einen US-Präsidenten erlauben.
Und noch eine letzte Kritik, nämlich am letzten Absatz von Münchs Artikel:
Israels "Existenzrecht" wurde von den islamischen Nachbarn eindeutig anerkannt; das Problem ist, in welchen Grenzen?
Denn Niemand kann ein Land uneingeschränkt "anerkennen", dessen Grenzen sich noch täglich, nicht nur in Jerusalem, zu Lasten der Palästinenser verschieben, d.h. illegal Land aneignet, das Anderen gehört!
Bevor Israel nicht auf diese illegale Expansion verzichtet und sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht, kann dieses Land und dessen engste Freunde auch nicht damit rechnen oder auch nur daran denken, "von Freunden umringt" zu werden.
Das aber bedeutet, der extrem gefährliche NO-Konflikt kann nur von Israel selbst entschärft werden!
Paging