Die Erwartungen sind himmelhoch: Mit Barack Obama ist endlich wieder ein Vertreter des "anderen Amerika" in Sicht. Einer, der auch bereit ist, Europa als Partner zu behandeln - Deutschland vor der Ankunft des ersehnten Heilsbringers.
Was Barack Obama diese Woche unternimmt, ist der Versuch, sein außenpolitisches Ansehen in der Heimat aufzuhübschen. Der symbolisch wichtigste Stopp wird der an diesem Donnerstag in Berlin sein. Obama kann ein herzliches Willkommen erwarten, vergleichbar mit John Kennedys legendärem "Ich bin ein Berliner"-Besuch von 1963.
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Die Wahl von Berlin ist kein Zufall. Obama wird in Deutschland bereits als der nächste Kennedy betrachtet, und sein Motto des Generationenwechsels erinnert an Kennedys Aufruf, die Fackel an die nächste Generation weiterzureichen.
Der Bruch mit Deutschland, Amerikas engstem europäischen Verbündeten seit Jahrzehnten, wegen des Iraks war besonders tief, und für den nächsten US-Präsidenten wird es Priorität haben, diese Beziehung zu reparieren.
Die Erwartungen in Europa sind himmelhoch. Nach einer kürzlichen Umfrage besitzt Obama das Vertrauen von 84 Prozent der Franzosen, 82 Prozent der Deutschen und 74 Prozent der Briten, während McCain demgegenüber auf 33 und 33 respektive 44 Prozent kommt. Sogar europäische Spitzenpolitiker, die normalerweise die bekannte Größe vorziehen würden (in dem Fall also McCain), neigen zu Obama. Warum? Und was sagt uns dies über den Zustand der transatlantischen Beziehungen im Allgemeinen, und der deutsch-amerikanischen Beziehungen im besonderen?
Zunächst ist Obama nicht Bush, und er ist kein Republikaner. Das wird von den meisten Europäern als großes Plus gesehen, besonders von Deutschen. Die Europäer haben sich ihr Urteil über Bush und seine Regierung gebildet, und nichts wird dies mehr ändern. "Transatlantic Trends", die Studie des German Marshall Fund vom vergangenen Herbst, ergab, dass das Vertrauen in die US-Führung in Deutschland am stärksten zurückgegangen ist: Nur noch 38 Prozent betrachten sie als wünschenswert, im Vergleich zu 68 Prozent im Jahr 2002.
Für die Deutschen verkörpert Bush einen militaristischen außenpolitischen Ansatz, verbunden mit schlechten Manieren sowie einer naiven, unbekümmerten Herangehensweise an eine unordentliche, un-amerikanische Welt. Wie die meisten Amerikaner, so glauben auch die Deutschen, dass der Irakkrieg ein großer Fehler und eine Verletzung internationalen Rechts war.
Er hat das Ansehen von Amerika als einer Demokratie beschädigt, die das internationale Recht und die bürgerlichen Freiheiten respektiert. McCain wird lediglich als die mildere Version von Bush gewertet, besonders was seine Vorstellungen über Russland, Iran und Irak betrifft. Der Umstand, dass einige seiner Berater Neokonservative sind oder als Träger neokonservativer Vorstellungen gesehen werden, verstärkt diesen Eindruck nur.
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Szene München
dass die Deutschen so hoffnungsroh sind.
Mit den häufig strapazierten Begriffen wie "Heilsbringer", Messias" und ähnlichen aus der Metaphysik entlehnten Ausdrücken sollte man sehr, sehr sparsam umgehen.
Es ist schon seltsam, welche Hoffnungen die Deutschen in den Obama setzen.
Nur: Warum artikulieren sie nicht ihre Wünsche laut und deutlich??
Feigheit vor dem Freund aus dem Westen??
Tinitus77,
ich galube; Du läufst anscheinend nicht nur mit einem Brett vor dem Kopf, sondern Deine Wahrnehmung ist schwer getrübt, oder!?
Schu Dich doch mal um und frag Dich doch mal selber. Die Interessen der USA brauche ich ich ja hier wohl nicht zu erklären oder hast Du schon was von z.B. Erdöl gehört!
Militärisch Industrieller Komplex!?
Schau in jedes Almanach, was Du in die Finger Kriegen kannst und guck Dir das Verteidigungshaushalt der USA an und wer Waffenexporteur Nummer1 ist, weltwei!?
Amerikanischer Glasnost!?
Weist Du überhaupt, was Glasnost heißt!? Amerika muß sich gegenüber die Wahrheit sprechen. Sie waren mal Exportweltmeister Nummer1. Ein Wirtschaftsriese nach dem Anderen geht den Bach runter. GM ist wohl fast pleite! Ford ist demnächst dran! Boeing kann mit Airbus nicht mehr mit halten. FED mußte letzte Woche dem Kapitalmarkt 300 Mlrd. Dolar zur Verfügung stellen, so daß Finanzmärkte weltweit nicht impludierten. Etc.
Afghanistan und Teroristen!
Schau Dir den Film von Michael Moore, 9/11 an und siehe mal wer Taliban finanziert hat! Guck dir auch an, wer mit dem Klan Laden die besten Beziehungen hat
Türkeii!?
.. wird's in dieser Form wohl nicht mehr geben! Zerfall ist gewiss! Landkarten sind schon gezeichnet. Realisierungsphase staeht an! Die türken leben Ihre Byzanthynische Phase, in dem Sie Momentan nur noch Allah und das Paradies besprechen und ob sie vor dem Allmächtigemn mit oder ohne Kopftuch erscheinen sollen/werden. Vergiss nicht: Großer Fisch schluckt immer kleinen Fisch!
Nur bischen mitdenken bitte, ja!?
Es ist nicht böse gemeint. Manche Umgaangswörter lassen sich halt nicht vermeiden!
SORRY!
Obamas Wunsch, am Brandenburger Tor zu reden bzw. überhaupt öffentlich in Deutschland zu reden, finde ich wahlkampftaktisch verständlich aber nIcht angemessen. Es passt jedoch zum, wie ich finde, übergroßen Ego von Herrn Obama. Er hat noch nichts gebracht politisch, außer gute Stimmung verbreitet, und will sich in der Nähe von Kennedy und Reagan plazieren. In seiner Zeit als Mitglied im Ausschuß für außenpolitische Beziehungen des Senats ist er jedenfalls nicht durch großes Interesse für Europa und Reiselust aufgefallen. Aber fast jeder ist besser als Bush.
Mein Deutsch ist wahrscheinlich genauso gut wie Deines. Natuerlich ist es einfacher fuer mich in English zu schreiben, da ich nicht so viel Uebung in Deutsch habe wie Du.
Moechte mich entschuldigen wenn ich Deine Gefuehle verletzt habe. Engstirnigkeit stirbt allem Anschein niemals aus.
Auf Wiedersehen
Zitat Solitaire100: "Sollte Obama Präsident werden, was sich wohl die Mehrheit in Europa wünschen, wird er sehr schnell von den Realitäten eingeholt."
Das mit Sicherheit - er würde den Würgegriff, in dem die in Amerika derzeit dominanten machtgeilen und gewaltbereiten Interessenverbände das Land halten, nur sehr schwer lösen können, von den wirtschaftlichen Problemen, die die USA quälen, ganz abgesehen.
Aber er kann mit einem fulminanten Auftritt in Berlin sehr wohl ein gewichtiges Zeichen setzen. Ein Obama, der in Berlin gefeiert wird, erteilt denen, die sich in ihren dunklen Folterkellern am Zählen ihrer Geldscheine ergötzen, während sie oben Bomben werfen, eine Absage - und wendet sich denen zu, die Partnerschaft gestalten wollen.
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